0 EURO ABLÖSE! Bayern jagt Spanien-Star – Eberl könnte im Sommer den nächsten Transfer-Coup landen
Kein 50-Millionen-Paket.
Keine gigantische Ablöse.
Nicht einmal zehn Millionen Euro.
0 Euro.
Der FC Bayern hält offenbar Ausschau nach einer der interessantesten Marktgelegenheiten des kommenden Sommers.
Und diesmal führt die Spur direkt nach Madrid.
Marcos Llorente könnte Atlético nach Saisonende ablösefrei verlassen – und ausgerechnet der deutsche Rekordmeister soll die Situation des spanischen Nationalspielers beobachten.
Ein erfahrener Atlético-Star.
Mehr als 300 Pflichtspiele für die Rojiblancos.
International erprobt.
Auf mehreren Positionen einsetzbar.
Und möglicherweise bald ohne Ablöse zu haben.
Klingt fast zu gut, um wahr zu sein.
Doch Bayern ist längst nicht allein.
Bayern beobachtet Llorente
Nach einem Bericht von TEAMtalk gehört der FC Bayern zu mehreren europäischen Topklubs, die Llorentes Vertragssituation verfolgen.
Noch ist allerdings Vorsicht angesagt.
Von konkreten Verhandlungen kann derzeit keine Rede sein.
Auch ein Angebot aus München soll bislang nicht vorliegen.
Bayern befindet sich offenbar vielmehr in Lauerstellung.
Und das ergibt durchaus Sinn.
Denn Llorentes Vertrag bei Atlético Madrid läuft am Ende dieser Saison aus.
Kommt es zu keiner Verlängerung, kann der 31-Jährige anschließend wechseln, ohne dass sein neuer Klub auch nur einen Euro Ablöse an Atlético überweisen müsste.
Genau dann könnte die Sache richtig heiß werden.
Ein Spieler für gleich mehrere Bayern-Probleme?
Was Llorente für Bayern besonders interessant machen könnte, ist nicht nur sein möglicher Preis.
Es ist seine enorme Vielseitigkeit.
Rechtsverteidiger?
Kann er.
Rechtes Mittelfeld?
Kann er.
Zentrales Mittelfeld?
Ebenfalls.
Llorente ist einer dieser Spieler, die ein Trainer je nach Gegner und Spielsituation an vollkommen unterschiedlichen Stellen einsetzen kann.
Und wer Vincent Kompany in München beobachtet, weiß:
Genau solche Spieler liebt der Belgier.
Konrad Laimer ist dafür vielleicht das beste Bayern-Beispiel.
Kompany schätzt Profis, die nicht nur eine einzige Rolle beherrschen.
Llorente würde genau in dieses Profil passen.
308 Atlético-Spiele sprechen eine deutliche Sprache
Dabei würde Bayern keineswegs irgendeinen alternden Ergänzungsspieler verpflichten.
Llorente gehört bei Atlético weiterhin regelmäßig zum Stammpersonal.
Für die Madrilenen absolvierte er bislang 308 Pflichtspiele.
Seine Bilanz:
37 Tore.
45 Vorlagen.
Für einen Spieler, der regelmäßig auch deutlich defensivere Aufgaben übernimmt, sind das bemerkenswerte Werte.
Vor allem aber kennt Llorente den Druck eines europäischen Spitzenklubs.
Champions League.
Titelkämpfe.
Große Stadien.
Große Gegner.
Bayern müsste ihm nicht erst erklären, was es bedeutet, jede Woche gewinnen zu müssen.
Und plötzlich wird Sacha Boey wichtig
Interessant wird das Gerücht auch mit Blick auf Bayerns aktuellen Kader.
Eigentlich besteht auf der rechten Abwehrseite kein akuter Handlungsbedarf.
Kompany kann dort unter anderem auf Konrad Laimer und Josip Stanisic zurückgreifen.
Doch es gibt einen entscheidenden Namen:
Sacha Boey.
Der Franzose darf den FC Bayern bei einem passenden Angebot verlassen.
Kommt es tatsächlich zu einem Verkauf, könnte sich im Kader plötzlich Platz öffnen.
Und dann würde ein Spieler wie Llorente deutlich interessanter werden.
Denn Bayern würde nicht nur einen möglichen Rechtsverteidiger bekommen.
Man bekäme gleichzeitig eine zusätzliche Option für das Mittelfeld.
Ein Transfer – mehrere Baustellen abgedeckt.
Genau solche Deals können Gold wert sein
Natürlich ist Llorente mit 31 Jahren kein Spieler, den Bayern verpflichtet, um ihn anschließend zehn Jahre lang aufzubauen.
Aber genau deshalb könnte der Deal interessant sein.
Bei einem ablösefreien Transfer muss Bayern keine 40 oder 50 Millionen Euro investieren.
Das Geld könnte stattdessen für andere Positionen verwendet werden.
Und trotzdem bekäme Kompany einen erfahrenen Spieler, der auf höchstem Niveau sofort funktionieren könnte.
Das erinnert an eine Strategie, die bei Topklubs immer wichtiger wird:
Nicht jeder Transfer muss der nächste 100-Millionen-Superstar sein.
Manchmal gewinnt man einen Transfersommer mit Spielern, die im richtigen Moment für die richtige Rolle kommen.
Aber Bayern droht ein gewaltiger Konkurrenzkampf
Und genau hier beginnt das Problem.
Wenn ein Spieler mit Llorentes Erfahrung tatsächlich ablösefrei auf den Markt kommt, wird Bayern kaum alleine am Tisch sitzen.
Der FC Barcelona soll seine Situation ebenfalls beobachten.
Noch konkreter soll das Interesse aus England sein.
Liverpool.
Chelsea.
Manchester City.
Mehrere Schwergewichte sollen sich mit dem Spanier beschäftigen.
Damit könnte aus einer vermeintlich günstigen Gelegenheit schnell ein Wettbieten werden.
Denn „ablösefrei“ bedeutet im modernen Fußball keineswegs „kostenlos“.
Handgeld.
Beraterhonorar.
Gehalt.
Je größer die Konkurrenz, desto teurer wird am Ende auch ein Transfer ohne Ablöse.
Atlético will genau dieses Szenario verhindern
Und dann gibt es noch Atlético Madrid.
Die Spanier haben selbstverständlich wenig Interesse daran, einen Spieler mit über 300 Einsätzen einfach kostenlos zu verlieren.
Atlético möchte Llorentes Vertrag verlängern.
Das dürfte die entscheidende Frage der kommenden Monate werden.
Unterschreibt Llorente einen neuen Vertrag?
Dann könnte sich das Thema Bayern sehr schnell erledigen.
Tut er es nicht?
Dann beginnt der Poker.
Und Bayern wäre offenbar zumindest bereit, ganz genau hinzuschauen.
Eberl muss nicht heute entscheiden
Genau deshalb wäre es falsch, jetzt bereits von einem bevorstehenden Bayern-Transfer zu sprechen.
Das Interesse aus München wird derzeit lediglich als lose beschrieben.
Keine Verhandlungen.
Kein Angebot.
Keine Einigung.
Aber Max Eberl muss momentan auch gar nicht mehr tun.
Er muss wissen, was auf dem Markt passieren könnte.
Und sollte Llorente tatsächlich in die letzten Vertragsmonate gehen, kann Bayern entscheiden, ob aus Beobachtung echtes Interesse wird.
Dann könnte plötzlich eine Gelegenheit entstehen, bei der man sehr schnell handeln muss.
IsarKick meint
Marcos Llorente wäre kein Transfer für die große Präsentation mit 100-Millionen-Schlagzeile.
Aber möglicherweise genau deshalb ein ziemlich typischer Bayern-Deal.
Erfahrung?
Ja.
Flexibilität?
Extrem.
Champions-League-Niveau?
Vorhanden.
Bundesliga-Anpassungszeit?
Natürlich ein Faktor – aber sportlich bringt Llorente ein Profil mit, das Kompany mehrere Möglichkeiten geben würde.
Und dann steht über allem diese eine Zahl:
0 Euro Ablöse.
Noch ist Bayern weit davon entfernt, diesen Transfer einzutüten.
Die Münchner beobachten lediglich die Situation.
Doch wenn Atlético seinen Allrounder tatsächlich nicht verlängern kann, wird aus einem losen Gerücht möglicherweise sehr schnell eine der interessantesten Marktgelegenheiten des Sommers.
Dann muss Eberl entscheiden:
Zuschlagen – oder Barça und den Premier-League-Giganten das Feld überlassen?