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Analysen

12 MILLIONEN EURO – OHNE EINEN CENT ZURÜCK! Was Kompany heimlich in Brüssel aufgebaut hat, zeigt den wahren Menschen hinter Bayerns Trainer

12 MILLIONEN EURO – OHNE EINEN CENT ZURÜCK! Was Kompany heimlich in Brüssel aufgebaut hat, zeigt den wahren Menschen hinter Bayerns Trainer

In München soll er Titel gewinnen. Er soll Harry Kane, Michael Olise und die anderen Bayern-Stars besser machen. Er soll den FC Bayern wieder dorthin führen, wo dieser Klub sich selbst sieht: an die Spitze Europas.

Doch hunderte Kilometer von der Säbener Straße entfernt existiert eine zweite Welt von Vincent Kompany.

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Keine Millionen-Stars.

Keine Champions-League-Scheinwerfer.

Keine ausverkaufte Allianz Arena.

Sondern Kinder und Jugendliche aus Brüssel – und ein Projekt, in das der Bayern-Trainer über Jahre hinweg Millionen gesteckt hat, obwohl finanzielle Rendite offenbar nie das Ziel war.

Die Zahl dahinter ist gewaltig: rund 12 Millionen Euro.

Für Kompany ist Brüssel mehr als nur Heimat

BX Brussels wurde 2013 unter maßgeblicher Beteiligung von Kompany ins Leben gerufen. Was zunächst wie ein Fußballprojekt wirken könnte, verfolgt längst eine viel größere Mission.

Hier geht es nicht primär darum, den nächsten Superstar für Manchester City, Real Madrid oder den FC Bayern auszubilden.

Es geht darum, jungen Menschen eine Umgebung zu geben, in der sie sich entwickeln können.

Fußball ist dabei das Werkzeug.

Kompanys Idee dahinter ist bemerkenswert einfach: Nicht jedes Kind hat zu Hause dieselben Voraussetzungen. Nicht jeder junge Mensch bekommt automatisch die Unterstützung, die er braucht.

Genau dort soll BX Brussels ansetzen.

Heute erreicht das Projekt rund 1.200 bis 1.300 junge Menschen.

Sie sollen nicht nur auf dem Fußballplatz gefördert werden. Schule, persönliche Entwicklung und die Vorbereitung auf das spätere Berufsleben gehören ebenfalls zum Konzept.

Und genau hier erkennt man plötzlich erstaunlich viel von jenem Vincent Kompany wieder, den die Bayern-Spieler jeden Tag an der Säbener Straße erleben.

Es geht nicht um die nächste Liga

Im modernen Fußball scheint Wachstum fast immer dasselbe zu bedeuten.

Mehr Umsatz. Größere Transfers. Höhere Liga. Mehr Aufmerksamkeit.

Bei BX Brussels sieht Kompany die Sache offenbar anders.

Ein sportlicher Aufstieg in die höchsten belgischen Ligen ist für ihn nicht das entscheidende Ziel. Entscheidend ist die gesellschaftliche Wirkung des Projekts.

Und dafür wurde massiv investiert.

Rund 12 Millionen Euro sollen über die vergangenen 13 Jahre in BX Brussels geflossen sein.

Eine unglaubliche Summe für ein Projekt, bei dem klassische finanzielle Rendite nicht im Mittelpunkt steht.

Kompany selbst macht daraus keinen Hehl: Er glaubt an das Potenzial seiner Heimatstadt.

Brüssel werde häufig über seine Probleme definiert. Kompany sieht dagegen vor allem das menschliche Potenzial, das dort vorhanden ist.

Seine Überzeugung: Gibt man jungen Menschen das richtige Umfeld, Perspektiven und Verantwortung, können sie ihren eigenen Weg finden.

Plötzlich versteht man auch den Bayern-Trainer besser

Und genau an diesem Punkt wird die Geschichte auch für Bayern-Fans spannend.

Denn wer Kompany nur an der Seitenlinie sieht, sieht vielleicht den ruhigen Trainer, den Taktiker und den Mann, der selbst in hektischen Situationen erstaunlich kontrolliert wirkt.

BX Brussels zeigt eine andere Ebene seiner Persönlichkeit.

Entwicklung statt kurzfristiger Effekt.

Strukturen statt Show.

Verantwortung statt Ausreden.

Es sind Prinzipien, die sich durchaus auch in seiner Arbeit beim FC Bayern wiederfinden.

Kompany spricht immer wieder über Entwicklung, Mannschaft, Mentalität und darüber, Spielern ein Umfeld zu schaffen, in dem sie ihre Leistung abrufen können.

In Brüssel verfolgt er diesen Gedanken bereits seit mehr als einem Jahrzehnt – nur in einer vollkommen anderen Dimension.

5.000 Mitglieder? Kompany denkt längst weiter

Stillstand scheint für den Bayern-Coach dabei keine Option zu sein.

BX Brussels zählt bereits weit über 1.000 Mitglieder. Kompany brachte zuletzt sogar eine mögliche Größenordnung von 5.000 Mitgliedern innerhalb der kommenden zehn Jahre ins Spiel.

Gleichzeitig bekommt das Projekt zusätzliche Unterstützung.

Foodmaker steigt als neuer Hauptsponsor ein. Dabei soll unter anderem gesunde Ernährung stärker in die Arbeit mit den Jugendlichen integriert werden.

Das passt zur Grundidee von BX Brussels: Fußball allein reicht nicht.

Sport, Ernährung, Bildung, soziale Kontakte und persönliche Entwicklung sollen ineinandergreifen.

Aus einem Fußballverein ist damit längst etwas anderes geworden.

Eine Art Lebensschule mit Ball.

IsarKick meint

Beim FC Bayern wird Vincent Kompany am Ende an Siegen und Titeln gemessen. So funktioniert das Geschäft – und daran wird auch diese Geschichte nichts ändern.

Doch BX Brussels zeigt, dass hinter dem Trainer offenbar eine Philosophie steckt, die weit über 90 Minuten Fußball hinausgeht.

12 Millionen Euro.

Mehr als ein Jahrzehnt Arbeit.

Über tausend junge Menschen.

Und offenbar keine klassische finanzielle Rendite als Ziel.

Vielleicht erklärt genau dieses Projekt ein Stück weit, warum Kompany so viel Wert auf Entwicklung, Gemeinschaft und langfristige Strukturen legt.

München sieht den Trainer Vincent Kompany. Brüssel kennt offenbar schon viel länger den Menschen dahinter.

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