17 JAHRE – UND SCHON NATIONALTEAM-REKORD! Bayerns nächstes Juwel schreibt Geschichte – Kompany kennt ihn längst
Er ist 17 Jahre alt.
Er stammt aus München.
Seit der U9 trägt er das Trikot des FC Bayern.
Vincent Kompany hat ihn bereits in der Bundesliga eingesetzt.
Und jetzt hat Erblin Osmani etwas geschafft, das vor ihm noch niemand geschafft hat.
Er ist der jüngste Nationalspieler in der Geschichte des Kosovo.
17 Jahre.
Vier Monate.
Fünf Tage.
Ein paar Minuten auf dem Platz reichten, um seinen Namen für immer in die Geschichtsbücher zu schreiben.
Und für die Bayern-Fans könnte dieser Name in den kommenden Jahren noch deutlich wichtiger werden.
Erblin Osmani.
Merkt ihn euch.
In der 87. Minute beginnt seine Geschichte
Kosovo führt gegen Irland mit 1:0.
Es läuft die 87. Minute.
Nationaltrainer Franco Foda schaut auf seine Bank.
Dann bekommt ein 17-jähriger Mittelfeldspieler des FC Bayern das Zeichen.
Osmani kommt.
Veldin Hodža geht.
Für den Ausgang der Partie sind es nur wenige Minuten.
Für Osmani sind es möglicherweise Minuten, die sein ganzes Leben verändern.
Denn mit seiner Einwechslung wird er zum jüngsten Spieler, der jemals für die A-Nationalmannschaft des Kosovo aufgelaufen ist.
17 Jahre, vier Monate und fünf Tage.
Rekord.
„Ein ganz besonderer Moment“
Was dieser Augenblick für ihn bedeutet, machte Osmani anschließend selbst deutlich.
Er sprach von einem besonderen Moment für sich und seine Familie.
Von Stolz.
Von einem Augenblick, auf den er lange hingearbeitet habe.
Und davon, dass er diesen Abend niemals vergessen werde.
Kein Wunder.
Andere Spieler in seinem Alter kämpfen noch um ihren Platz in einer U19.
Osmani hat bereits Bundesliga gespielt.
Regionalliga gespielt.
Mit Bayerns Profis trainiert.
Und jetzt sein erstes A-Länderspiel absolviert.
Mit 17.
Dabei begann alles ganz unten beim FC Bayern
Das vielleicht Beeindruckendste an dieser Geschichte:
Osmani ist kein Talent, das Bayern irgendwann für Millionen aus einem anderen Nachwuchsleistungszentrum geholt hat.
Er ist ein echtes Campus-Eigengewächs.
2017 kam der gebürtige Münchner vom TSV Milbertshofen.
In die U9 des FC Bayern.
Seitdem ging er praktisch den kompletten Weg durch die Nachwuchsabteilung.
U-Mannschaften.
Campus.
U19.
Amateure.
Profis.
Nationalmannschaft.
Neun Jahre nach seinem Wechsel in Bayerns Nachwuchs steht er plötzlich für eine A-Nationalmannschaft auf dem Platz.
Genau von solchen Geschichten träumt jeder Junge am Campus.
Kompany wusste schon vorher, was da heranwächst
Für Bayern-Fans ist Osmani allerdings kein vollkommen unbekannter Name mehr.
Vincent Kompany hat ihn bereits gesehen.
Und nicht nur im Training.
Im März durfte Osmani beim 4:0 gegen Union Berlin erstmals Bundesliga-Luft schnuppern.
Damals war er gerade einmal 16 Jahre und 305 Tage alt.
Damit wurde er zum zweitjüngsten Bundesliga-Debütanten in der Geschichte des FC Bayern.
Das muss man sich einmal vorstellen.
Ein Junge, der noch nicht einmal seinen 17. Geburtstag gefeiert hatte, läuft bereits für den deutschen Rekordmeister in der Bundesliga auf.
Kompany hätte zahlreiche andere Möglichkeiten gehabt.
Doch er gab Osmani diese Minuten.
Ein deutliches Zeichen.
Bayern hat längst reagiert
Natürlich hat auch die sportliche Führung erkannt, welches Potenzial am Campus heranwächst.
Im Sommer wurde Osmani langfristig an den FC Bayern gebunden.
Nachwuchschef Jochen Sauer bezeichnete ihn dabei ausdrücklich als echtes Bayern-Eigengewächs.
Anschließend durfte Osmani mit weiteren Campus-Talenten sogar ins Trainingslager der Profis am Tegernsee.
Und damit wird deutlich:
Bayern will ihn nicht einfach irgendwo im Nachwuchs verstecken.
Der Klub möchte ihn Schritt für Schritt an den Männerfußball heranführen.
Ohne ihn zu verbrennen.
Aber auch ohne seine Entwicklung künstlich zu bremsen.
Seine Zahlen zeigen, warum Bayern an ihn glaubt
Osmani ist zentraler Mittelfeldspieler.
Doch er kann auch offensiv Akzente setzen.
In 16 Einsätzen für Bayerns U17 kam er auf sechs Tore und sieben Vorlagen.
13 Scorerpunkte.
Als zentraler Mittelfeldspieler.
Auch in der U19 hinterließ er bereits Spuren.
Und zuletzt setzte er beim Münchner Derby gegen den TSV 1860 ein weiteres Ausrufezeichen.
Doppelpack beim 3:1-Sieg.
Wenige Tage zuvor hatte er zudem erstmals für Bayerns Amateure in der Regionalliga gespielt.
Es passiert gerade ziemlich viel in ziemlich kurzer Zeit.
U19, Amateure, Profis, Nationalmannschaft
Genau deshalb wird Bayerns Umgang mit Osmani jetzt besonders interessant.
Denn bei einem 17-Jährigen besteht immer die Gefahr, dass plötzlich alles zu schnell geht.
Heute U19.
Morgen Profis.
Übermorgen Nationalmannschaft.
Und sofort entstehen riesige Erwartungen.
Bayern muss deshalb vorsichtig bleiben.
Aber gleichzeitig lässt sich nicht ignorieren, wie rasant Osmani derzeit die nächsten Stufen nimmt.
Vor wenigen Monaten Bundesliga-Debüt.
Im Sommer langfristiger Vertrag.
Trainingslager mit den Profis.
Dann Regionalliga-Debüt.
Jetzt A-Nationalmannschaft.
Und sofort ein Rekord.
Das ist keine normale Entwicklungskurve für einen 17-Jährigen.
Und Bayern braucht genau solche Geschichten
Beim FC Bayern wird seit Jahren darüber gesprochen, wie wichtig der Campus sein soll.
Millionen werden investiert.
Talente werden ausgebildet.
Doch am Ende zählt für die Fans vor allem eine Frage:
Schafft es irgendwann wieder einer dauerhaft nach oben?
Jamal Musiala wurde zwar jung verpflichtet, kam aber nicht aus Bayerns eigener Ausbildung seit Kindesalter.
Aleksandar Pavlovic dagegen zeigte, wie emotional es werden kann, wenn ein Münchner Junge den Weg aus dem eigenen Nachwuchs bis in die Allianz Arena schafft.
Osmani könnte irgendwann die nächste Geschichte dieser Art werden.
Geboren in München.
Seit der U9 beim FC Bayern.
Durch sämtliche Jugendmannschaften gegangen.
Und mit 16 bereits Bundesliga-Spieler.
Mehr Bayern-DNA geht für ein Campus-Talent kaum.
Aber der schwierigste Schritt kommt erst noch
All die Rekorde garantieren allerdings gar nichts.
Das muss man ebenfalls klar sagen.
Zwischen einem außergewöhnlichen 17-jährigen Talent und einem Stammspieler beim FC Bayern liegt eine gewaltige Strecke.
Im Mittelfeld ist die Konkurrenz brutal.
Joshua Kimmich.
Aleksandar Pavlovic.
Tom Bischof.
Dazu weitere Talente und mögliche Transfers.
Osmani wird sich seine Chance verdienen müssen.
Körperlich.
Taktisch.
Technisch.
Mental.
Genau deshalb dürfte Bayern seinen Weg weiterhin sorgfältig steuern.
Er muss nicht morgen Stammspieler werden.
Er muss sich nur weiterentwickeln.
Deutschland kennt ihn ebenfalls sehr gut
Eine zusätzliche Brisanz besitzt seine Entscheidung für den Kosovo.
Denn Osmani spielte zuvor bereits für Deutschlands U16 und U17.
Nun entschied er sich zunächst für das Heimatland seiner Familie und wurde von Franco Foda direkt in die A-Nationalmannschaft berufen.
Und kaum bekommt er seine ersten Minuten, schreibt er bereits Geschichte.
Für Osmani selbst dürfte dabei vor allem eines zählen:
Er hat seinen nächsten großen Schritt gemacht.
Und das mit gerade einmal 17 Jahren.
IsarKick meint
Man sollte bei einem 17-Jährigen vorsichtig sein.
Bayern hat in seiner Geschichte genügend riesige Talente gesehen, bei denen der endgültige Durchbruch am Ende trotzdem ausblieb.
Aber bei Erblin Osmani darf man zumindest genauer hinschauen.
Denn seine Geschichte besitzt etwas Besonderes.
Münchner Junge.
Seit der U9 beim FC Bayern.
Bundesliga-Debüt mit 16.
Langfristig gebunden.
Mit 17 bereits A-Nationalspieler.
Und jetzt jüngster Nationalspieler in der Geschichte des Kosovo.
Das bedeutet noch lange nicht, dass hier automatisch der nächste Bayern-Superstar heranwächst.
Aber es bedeutet:
Dieser Junge überspringt gerade eine Hürde nach der anderen.
Vincent Kompany kennt ihn bereits.
Der Verein hat ihn langfristig gebunden.
Und jetzt kennt auch der internationale Fußball seinen Namen.
Erblin Osmani.
17 Jahre alt.
Und seine Geschichte beim FC Bayern könnte gerade erst begonnen haben.