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Analysen

ABRECHNUNG VOM TEGERNSEE! Hoeneß knöpft sich Bayern-Juwel Karl vor

ABRECHNUNG VOM TEGERNSEE! Hoeneß knöpft sich Bayern-Juwel Karl vor

Wenn Uli Hoeneß zum verbalen Rundumschlag ausholt, zittert an der Säbener Straße das Gebälk. Diesmal im Visier des Ehrenpräsidenten: Ausgerechnet Bayerns größtes Sturm-Juwel Lennart Karl (18)!

Während der Rekordmeister nach den Ausfällen von Luis Díaz und Jamal Musiala jeden Offensiv-Funken dringend gebrauchen könnte, zieht Bayerns Patron die Reißleine. Im Interview mit der „WELT am Sonntag“ las Hoeneß dem Senkrechtstarter der Vorsaison schonungslos die Leviten:„Ich plane, ein ernstes Wort mit ihm zu sprechen. Er ist weit davon entfernt, ein Superstar zu sein!“

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Rumms! Eine öffentliche Watschn, die sitzt.

„Junge Spieler brauchen Demut!“

Was Hoeneß auf die Palme bringt, sind die schleichenden Star-Allüren und die verfrühten Vergleiche mit gestandenen Weltklasse-Profis:„Junge Spieler brauchen Demut. Vergleiche mit Olise tun ihm eindeutig nicht gut, zwischen ihnen liegt immer noch eine Welt der Unterschiede.“

Hintergrund der Tegernsee-Wut: Zuletzt wirkte Karl wie gehemmt. In neun Saison-Einsätzen (267 Minuten) gelang ihm lediglich ein Treffer gegen Elversberg. Die frühere Leichtigkeit und explosive Dribblings? Fehlanzeige! Die Abschlüsse fliegen kreuz und quer, die Körpersprache wirkte zunehmend frustriert, als Vincent Kompany ihn zuletzt auf die Bank verbannte.

Fördernde Härte oder gefährliche Demontage?

Hoeneß' Methode ist berüchtigt: Wann immer ein Youngster den Boden unter den Füßen zu verlieren droht, holt ihn der Patron mit maximaler Härte auf den Teppich zurück. Doch die Frage spaltet das Bayern-Lager:Ist es klug, einen hochveranlagten 18-Jährigen mitten im Offensiv-Engpass öffentlich so zu demontieren? Oder ist genau diese altbayerische Reibeisen-Pädagogik nötig, damit aus Talenten echte Bayern-Monster werden?

Eines steht fest: Lennart Karl steht nun der wohl härteste Gang seiner jungen Karriere bevor. Zum Rapport an den Tegernsee.

Mia san mia!

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