Bayern jagt Mega-Talent JJ Gabriel: Wird Eberls rechte Hand jetzt zum entscheidenden Joker?
Der FC Bayern hat eines der begehrtesten Talente Europas im Blick: JJ Gabriel von Manchester United. Der erst 15 Jahre alte Offensivspieler gilt in England als außergewöhnliches Juwel und wird aufgrund seiner Spielweise sogar als „Kid Messi“ bezeichnet.
Nun könnte ausgerechnet ein enger Vertrauter von Max Eberl im Werben um Gabriel noch eine wichtige Rolle spielen.
Wie die tz berichtet, gab es bereits vor Monaten Kontakt zwischen Bayerns Führungsebene und dem Umfeld des jungen Engländers. Im Mittelpunkt: Bastian Wernscheid, Assistent der Geschäftsführung und eine der engsten Vertrauenspersonen von Sportvorstand Max Eberl.
Bayern kennt Gabriel längst
Dass Gabriel beim FC Bayern kein unbekannter Name ist, bestätigte Christoph Freund am Donnerstag öffentlich.
Der Sportdirektor bezeichnete den 15-Jährigen als außergewöhnlich talentierten Spieler und machte deutlich, dass Bayern seine Entwicklung genau kennt. Gleichzeitig erklärte Freund, dass derzeit kein direkter Kontakt zum Spieler oder dessen Umfeld bestehe.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Bayern erst jetzt auf Gabriel aufmerksam geworden ist.
Nach Informationen der tz hatte Wernscheid bereits Ende Februar Kontakt zur Spielerseite. Demnach soll es sogar zu einem persönlichen Treffen gekommen sein, bei dem Bayern versucht haben soll, Gabriel von einem Wechsel nach München zu überzeugen.
Wernscheid könnte Bayerns Trumpf sein
Genau dieser frühe Kontakt könnte für den Rekordmeister noch wertvoll werden.
Wenn sich ein Klub bei einem derart jungen Spieler frühzeitig positioniert und bereits eine persönliche Verbindung zum Umfeld aufgebaut hat, kann das in späteren Gesprächen ein Vorteil sein.
Wernscheid arbeitet eng mit Eberl zusammen und ist damit direkt in Bayerns sportliche Strategie eingebunden.
Sollte Gabriel Manchester United tatsächlich verlassen, hätte Bayern zumindest einen Ansprechpartner, der die Spielerseite bereits kennt.
Doch einfach wird ein Transfer keineswegs.
Halb Europa kämpft um das Super-Talent
Gabriel steht offenbar auf den Wunschlisten mehrerer europäischer Topklubs.
Neben Bayern sollen auch Real Madrid, der FC Barcelona und Paris Saint-Germain Interesse zeigen. Laut The Athletic soll Real Madrid derzeit besonders gute Chancen besitzen.
Manchester United möchte den Youngster allerdings nicht kampflos verlieren.
Nach Angaben des Telegraph soll Gabriel den Klub bereits formell darum gebeten haben, seine Registrierung aufzuheben. United soll diesem Wunsch bislang nicht entsprochen haben.
Damit könnte sich um den 15-Jährigen in den kommenden Monaten ein immer größerer Transferpoker entwickeln.
EU-Pass könnte für Bayern entscheidend werden
Eine zusätzliche Hürde betrifft Gabriels Alter.
Als englischer Spieler könnte er aufgrund der FIFA-Regelungen grundsätzlich erst mit 18 Jahren zu einem Klub innerhalb der Europäischen Union wechseln.
Doch es gibt möglicherweise einen entscheidenden Ausweg.
Gabriels Vater stammt aus Irland, seine Mutter hat zypriotische Wurzeln. Dadurch könnte der Youngster möglicherweise einen EU-Pass erhalten – und damit wäre ein früherer Wechsel theoretisch leichter möglich.
Gerade dieser Punkt dürfte für Bayern und die anderen europäischen Interessenten genau beobachtet werden.
Bayern setzt weiter auf die größten Talente
Dass der Rekordmeister bei jungen Spielern aggressiver werden möchte, passt zur langfristigen Strategie des Klubs.
Bayern investiert zunehmend früh in Talente, die perspektivisch den Sprung in die Profimannschaft schaffen können. Auch die langfristige Bindung eigener Campus-Spieler zeigt, welchen Stellenwert junge Spieler mittlerweile an der Säbener Straße haben.
Gabriel würde perfekt in dieses Profil passen.
Technisch stark, offensiv flexibel und bereits in extrem jungen Jahren international begehrt – solche Spieler bekommt man später häufig nur noch für enorme Ablösesummen.
Wird Bayerns früher Kontakt jetzt zum Vorteil?
Noch ist ein Wechsel nach München alles andere als konkret.
Christoph Freund hat bestätigt, dass derzeit keine aktuellen Gespräche laufen, und Real Madrid soll im Rennen momentan gute Karten besitzen.
Doch Bayern hat einen entscheidenden Vorteil: Der Klub kennt Gabriel nicht erst seit gestern.
Mit Wernscheid gab es bereits einen persönlichen Draht zur Spielerseite.
Und sollte sich das Rennen um das englische Super-Talent tatsächlich zuspitzen, könnte genau dieser Kontakt noch einmal wichtig werden.
Bayern ist momentan vielleicht nicht der Favorit – aber im Poker um JJ Gabriel ist der deutsche Rekordmeister definitiv noch nicht aus dem Spiel.