Boey vor dem Bayern-Aus? Im Winter soll der nächste Anlauf folgen – doch es gibt ein großes Problem
Die Zukunft von Sacha Boey beim FC Bayern bleibt ungewiss. Schon im vergangenen Sommer stand ein Abschied des Rechtsverteidigers im Raum. Eine passende Lösung kam jedoch nicht zustande. Im Winter könnten die Münchner nun einen neuen Versuch unternehmen – doch die Ausgangslage ist alles andere als einfach.
Nach Informationen von BILD-Fußballchef Christian Falk gibt es beim FC Bayern derzeit nur wenig Optimismus, Boey im Januar tatsächlich verkaufen zu können. Der entscheidende Grund: Aktuell scheint es keinen konkreten Interessenten zu geben, der sowohl die Vorstellungen des Rekordmeisters als auch jene des Spielers erfüllen könnte.
Bayern sucht eine Lösung – aber wer will Boey?
Im Sommer hatte es noch Interesse aus Saudi-Arabien gegeben. Ein Transfer kam allerdings nicht zustande.
Dabei liegt das Problem offenbar nicht ausschließlich beim FC Bayern. Auch Boey selbst soll genau darauf achten, welcher Klub und welche Liga für ihn infrage kommen. Ein Wechsel nur deshalb, weil die Münchner einen Abnehmer suchen, scheint für den Franzosen keine Option zu sein.
Damit steckt Bayern in einer schwierigen Situation.
Der Verein braucht einen Klub, der sportlich für Boey attraktiv ist, gleichzeitig aber auch finanziell ein Paket stemmen kann, das für alle Beteiligten akzeptabel ist.
Auch das Gehalt wird zum Problem
Ein weiterer wichtiger Faktor ist Boeys Vertrag in München.
Nach kursierenden Angaben soll der 26-Jährige beim FC Bayern zwischen drei und vier Millionen Euro pro Jahr verdienen. Für viele potenzielle Interessenten dürfte dieses Gehalt eine zusätzliche Hürde darstellen.
Und auch aus Sicht des Spielers ist die Situation nachvollziehbar: Warum sollte Boey einen gut dotierten Vertrag beim FC Bayern aufgeben, wenn ein möglicher neuer Klub sportlich oder finanziell deutlich weniger attraktiv ist?
Genau hier liegt das Dilemma der Münchner.
30-Millionen-Transfer wird immer mehr zum Problemfall
Besonders bitter für Bayern: Boey war alles andere als günstig.
Im Januar 2024 überwiesen die Münchner rund 30 Millionen Euro an Galatasaray. Durch mögliche Bonuszahlungen konnte die Ablöse sogar noch weiter steigen. Damals musste Bayern auf der rechten Abwehrseite kurzfristig reagieren und entschied sich für den Franzosen.
Der große Durchbruch in München blieb bislang jedoch aus.
Verletzungen und starke Konkurrenz verhinderten, dass sich Boey dauerhaft einen Stammplatz erarbeiten konnte.
Laimer und Stanisic liegen vor Boey
Auch unter Vincent Kompany ist der Konkurrenzkampf auf der rechten Abwehrseite enorm.
Mit Konrad Laimer und Josip Stanisic verfügt der Bayern-Trainer über zwei Spieler, die auf dieser Position eingesetzt werden können. Kompany selbst machte bereits deutlich, dass die Konkurrenz für Boey entsprechend groß ist. Gleichzeitig betonte er, dass sich Situationen im Fußball jederzeit verändern können, wenn ein Spieler die richtige Einstellung zeigt.
Boey erhält also weiterhin seine Chance – wirklich komfortabel ist seine Situation dennoch nicht.
Eberl hatte Winter-Abschied bereits angedeutet
Auch Max Eberl hatte nach dem gescheiterten Sommer-Transfer durchblicken lassen, dass die Personalie im Winter erneut bewertet werden könnte.
Boey sei Teil des Kaders und bleibe zunächst in München. Was in der nächsten Transferperiode passiere, werde man anschließend sehen, erklärte der Sportvorstand sinngemäß.
Genau diese Transferperiode rückt nun immer näher.
Doch bislang fehlt Bayern offenbar das wichtigste Puzzleteil: ein konkreter Abnehmer.
Bayern droht ein echtes Boey-Dilemma
Für den Rekordmeister könnte die Personalie deshalb komplizierter werden als erhofft.
Sportlich scheint Boey derzeit nicht zur ersten Wahl zu gehören. Gleichzeitig besitzt er einen laufenden Vertrag, verdient in München gutes Geld und muss einem Wechsel selbst zustimmen.
Bayern kann einen Transfer also nicht einfach erzwingen.
Sollte sich bis Januar kein Klub finden, der finanziell und sportlich zu Boeys Vorstellungen passt, könnte der Franzose auch nach dem Winter weiterhin an der Säbener Straße bleiben.
Aus einem geplanten Winter-Abschied könnte damit schnell das nächste Transfer-Dilemma des FC Bayern werden.