Zum Inhalt springen
Analysen

Díaz hat genug vom Chancen-Wucher: Gegen Union soll es endlich krachen!

Díaz hat genug vom Chancen-Wucher: Gegen Union soll es endlich krachen!

Luis Díaz sucht noch nach seiner Topform – doch ausgerechnet vor dem Duell mit Union Berlin schickt der Bayern-Star eine selbstbewusste Ansage.

Chancen hatte der Kolumbianer in den vergangenen Wochen mehr als genug. Tore allerdings noch viel zu wenige.

Anzeige

Damit soll jetzt Schluss sein.

Díaz glaubt fest daran, dass der Knoten schon im nächsten Spiel platzt. Und der Gegner könnte dafür kaum besser passen: Am Freitagabend empfängt der FC Bayern Union Berlin in der Allianz Arena.

Ausgerechnet Union.

Jenen Gegner, gegen den Díaz in der vergangenen Saison eines der spektakulärsten Tore seiner Karriere erzielte.

Díaz weiß genau, was aktuell fehlt

Von Panik will der 29-Jährige trotz seiner vergebenen Möglichkeiten nichts wissen.

Díaz selbst sieht sein Problem ziemlich klar.

„Ich weiß, dass es nur die Chancenverwertung ist. Es fehlt nur der Abschluss, und dann ist es gut“, erklärte der Flügelspieler im Gespräch mit RTL/Sky.

Und dann folgte die Ansage, auf die die Bayern-Fans gehofft haben:

„Ich glaube, im nächsten Spiel kommt dieses Tor.“

Eine klare Botschaft.

Díaz versteckt sich nicht hinter Ausreden. Er weiß, dass er vor dem Tor aktuell deutlich effizienter werden muss – und traut sich trotzdem zu, bereits gegen Union die Antwort zu liefern.

Erst ein Treffer trotz zahlreicher Möglichkeiten

Die Zahlen zeigen, warum über Díaz derzeit überhaupt diskutiert wird.

In den bisherigen sechs Pflichtspielen dieser Saison gelang ihm lediglich ein Treffer.

Für einen Offensivspieler mit seinen Möglichkeiten und nach seiner starken Premierensaison in München ist das wenig.

Vor allem aber hatte Díaz mehrfach die Gelegenheit, seine Bilanz deutlich auszubauen.

Beim 0:0 auf Schalke scheiterte er gleich mehrfach in aussichtsreicher Position. Auch beim knappen 2:1-Erfolg in Elversberg ließ der Kolumbianer eine große Chance liegen.

Besonders eine Szene sorgte anschließend für Diskussionen.

Díaz tauchte gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf, entschied sich für einen Hacken-Abschluss und vergab. Harry Kane wäre ebenfalls anspielbar gewesen.

Josip Stanišić reagierte sichtbar frustriert.

Es war vielleicht die Szene, die Díaz' Saisonstart bislang am besten zusammenfasst:

Er kommt in die gefährlichen Räume.

Er erspielt sich Möglichkeiten.

Aber der letzte Kontakt fehlt.

Keine Angst vor der Krise

Díaz selbst wirkt trotzdem erstaunlich gelassen.

Statt sich von den vergebenen Chancen verrückt machen zu lassen, versucht er, mental ruhig zu bleiben.

„Ich bin auf der Suche nach meiner besten Version und werde sie bald finden“, betonte der Kolumbianer.

Das Selbstvertrauen ist also weiterhin vorhanden.

Und genau das könnte entscheidend sein.

Denn bei Díaz mangelt es aktuell nicht an Tempo, Einsatz oder Bereitschaft. Er kommt weiterhin in Situationen, aus denen Tore entstehen können.

Jetzt muss der Ball nur noch rein.

Auch seine Mentalität stellte der Offensivstar klar heraus.

Der Wille und der Hunger nach mehr würden ihm niemals fehlen. Selbst wenn er einmal schlecht spiele oder das Tor nicht treffe, wolle er weiterhin alles für die Mannschaft geben.

Das klingt nicht nach einem Spieler, der sich verstecken will.

Im Gegenteil.

Díaz will die Antwort auf dem Platz geben.

Ausgerechnet Union weckt besondere Erinnerungen

Dass jetzt Union Berlin nach München kommt, macht die Geschichte besonders interessant.

Denn kaum ein Gegner dürfte Díaz bessere Erinnerungen bescheren.

Beim Bundesliga-Duell an der Alten Försterei in der vergangenen Saison erzielte der Kolumbianer einen Treffer, über den Monate später noch gesprochen wurde.

Nach einem zu langen Zuspiel rettete Díaz den Ball unmittelbar vor der Torauslinie, ließ Janik Haberer stehen und jagte die Kugel aus nahezu unmöglichem Winkel ins Tor.

Ein Treffer wie aus einem Videospiel.

Später wurde er von den Bayern-Fans zum Tor der Saison gewählt. Zuvor hatte ihn bereits die Sportschau als Tor des Jahres 2025 ausgezeichnet.

Genau gegen diesen Gegner braucht Díaz nun wieder einen besonderen Moment.

Union könnte zum perfekten Gegner werden

Auch statistisch geht Bayern mit viel Selbstvertrauen in die Partie.

In bislang 14 Bundesliga-Duellen mit Union Berlin haben die Münchner noch nie verloren. Neun Spiele gewann Bayern, fünf endeten unentschieden.

Doch gerade das vergangene Duell hat gezeigt, wie unangenehm die Berliner sein können.

Union wird Bayern kaum freiwillig Räume anbieten.

Der Gegner dürfte kompakt verteidigen, Zweikämpfe suchen und versuchen, die Münchner Offensive möglichst weit vom eigenen Tor fernzuhalten.

Für Díaz könnte genau das zur nächsten Geduldsprobe werden.

Denn seine größte Herausforderung ist momentan nicht, überhaupt Chancen zu bekommen.

Er muss sie nutzen.

Bayern braucht den Díaz der vergangenen Saison

In seiner ersten Spielzeit beim FC Bayern erzielte Díaz wettbewerbsübergreifend 26 Tore.

Er war nicht nur spektakulär, sondern auch produktiv.

Genau diesen Díaz braucht Kompany wieder.

Denn mit Harry Kane, Michael Olise, Jamal Musiala und Díaz besitzt Bayern eine Offensive, die eigentlich jede Abwehr Europas vor enorme Probleme stellen kann.

Damit dieses Quartett jedoch seine komplette Wirkung entfaltet, müssen auch von den Außenpositionen regelmäßig Tore kommen.

Díaz weiß das selbst.

Deshalb wirkt seine Aussage vor dem Union-Spiel beinahe wie ein Versprechen an sich selbst.

Das Tor kommt.

Zumindest ist der Kolumbianer davon überzeugt.

Jetzt muss Díaz seine Ansage wahr machen

Im Fußball kann manchmal ein einziger Treffer alles verändern.

Ein erfolgreicher Abschluss.

Ein Befreiungsschlag.

Und plötzlich ist das Selbstvertrauen wieder da.

Vielleicht braucht Luis Díaz genau diesen einen Moment.

Die Chancen sind vorhanden. Die Qualität ist unbestritten. Und der Gegner erinnert ihn daran, wozu er in der Lage ist.

Vor weniger als einem Jahr erzielte Díaz gegen Union einen Treffer, den Bayern-Fans so schnell nicht vergessen werden.

Jetzt braucht es gar kein neues Traumtor.

Einen einfachen Abstauber würde er vermutlich genauso nehmen.

Hauptsache, der Ball ist endlich wieder drin.

Díaz hat seine Ansage gemacht.

Am Freitagabend muss er sie nur noch wahr machen.

Anzeige

Deine Meinung zählt – ohne Anmeldung:

Mehr zum Thema