„DAS IST MEIN FUSSBALL!“ Ribéry schwärmt von Kompany – Bayern-Legende erkennt in diesem Team die alte Münchner DNA
Ribéry schaut nach München – und ist begeistert
Wenn Franck Ribéry über den FC Bayern spricht, hört man besser genau hin.
Der Franzose hat an der Säbener Straße eine Ära geprägt. Er kennt große Trainer, große Mannschaften und vor allem die Erwartungen, die in München jeden Tag gelten.
Jetzt spricht Ribéry über Vincent Kompany.
Und sein Urteil könnte deutlicher kaum ausfallen.
Der Bayern-Coach mache eine „unglaubliche Arbeit“.
Doch Ribérys Aussagen sind mehr als ein gewöhnliches Kompliment einer Klub-Legende.
Denn wenn er beschreibt, welchen Fußball er selbst einmal als Trainer spielen lassen möchte, klingt erstaunlich vieles nach dem, was Kompany derzeit beim FC Bayern auf den Platz bringt.
Ribéry will selbst Trainer werden
Der 43-Jährige beschäftigt sich intensiv mit seiner Zukunft an der Seitenlinie.
Nach seiner aktiven Karriere sammelte Ribéry bereits erste Erfahrungen im Trainerbereich. Nun arbeitet er weiter daran, seinen eigenen Weg einzuschlagen.
Und seine Vorstellung vom Fußball überrascht niemanden, der ihn früher spielen gesehen hat.
Offensiv. Aggressiv. Direkt zum Tor.
Ribéry möchte, dass seine Mannschaft nach einem Ballverlust schnell wieder in Ballbesitz kommt und anschließend sofort den Weg nach vorne sucht.
Genau deshalb nennt er unter den europäischen Mannschaften ausgerechnet einen Klub, der ihm besonders gefällt:
den FC Bayern von Vincent Kompany.
Das klingt verdächtig nach Kompany-Bayern
Wer Bayern derzeit beobachtet, erkennt Ribérys Beschreibung sofort wieder.
Kompany möchte Dominanz.
Seine Mannschaft soll hoch stehen, aggressiv pressen und dem Gegner möglichst wenig Zeit geben.
Nach Ballverlusten beginnt sofort die Jagd nach dem Ball.
Nach Ballgewinnen soll es möglichst schnell wieder Richtung gegnerisches Tor gehen.
Das ist kein vorsichtiger Verwaltungsfußball.
Das ist Bayern-Fußball mit Brust raus.
Und vielleicht ist genau das der Grund, warum Ribéry so begeistert ist.
Ribéry weiß, wie sich dominanter Bayern-Fußball anfühlt
Der Franzose spielte selbst in einer der erfolgreichsten Generationen der Klubgeschichte.
2013 gewann Bayern unter Jupp Heynckes das Triple.
Diese Mannschaft konnte kombinieren, kämpfen, pressen und Gegner phasenweise regelrecht erdrücken.
Ribéry vergisst diese Zeit bis heute nicht.
Wenn er über seine ehemaligen Trainer spricht, nimmt Heynckes deshalb eine besondere Position ein.
Aber Ribéry betont auch, dass er von unterschiedlichen Trainern etwas gelernt habe.
Und nun schaut er sich offensichtlich sehr genau an, was Kompany in München macht.
Das ist vielleicht eines der größten Komplimente, die Kompany bekommen kann.
Kompany hat Bayern die Dominanz zurückgegeben
Denn beim FC Bayern reicht es nicht, einfach nur Spiele zu gewinnen.
Das klingt manchmal arrogant.
Aber es gehört zur Geschichte dieses Vereins.
Bayern möchte bestimmen.
Bayern möchte den Ball.
Bayern möchte dem Gegner das Gefühl geben, dass er nicht entscheiden kann, wie dieses Spiel gespielt wird.
Genau diese Dominanz hatte auch Arjen Robben bereits ausdrücklich mit dem FC Bayern verbunden.
Und unter Kompany ist dieses Selbstverständnis wieder deutlich zu erkennen.
Der Gegner soll sich Bayern anpassen – nicht Bayern dem Gegner.
Ausgerechnet Ribéry erkennt das
Deshalb besitzen Ribérys Worte besonderes Gewicht.
Er kennt die Säbener Straße nicht aus dem Fernsehen.
Er kennt sie aus der Kabine.
Er weiß, wie hoch die Ansprüche sind.
Und er weiß, wie Bayern aussehen kann, wenn Mannschaft, Trainer und Spielidee zusammenpassen.
Wenn ein Spieler dieser Generation nun sagt, dass ihm Kompanys Arbeit gefällt, ist das mehr als Nostalgie.
Es ist eine Bestätigung dafür, dass Bayern wieder eine klare fußballerische Identität besitzt.
Vom Risiko-Transfer zum Vorbild für Ribéry
Dabei darf man nicht vergessen, wie Kompany ursprünglich nach München kam.
Seine Verpflichtung wurde kritisch diskutiert.
Viele fragten sich, ob ein Trainer mit seiner Vita wirklich bereit für einen Klub wie Bayern sei.
Heute klingt die Diskussion völlig anders.
Kompany hat eine Mannschaft geformt, die offensiv denkt, aggressiv arbeitet und wieder mit einem klaren Selbstverständnis auftritt.
Und jetzt sitzt Franck Ribéry da, plant seine eigene Trainerkarriere und erklärt praktisch:
So ungefähr möchte ich Fußball spielen.
Das ist eine bemerkenswerte Entwicklung.
Vielleicht steckt darin die größte Anerkennung
Trainer werden ständig gelobt.
Nach Siegen loben Spieler ihren Coach.
Funktionäre sprechen von hervorragender Arbeit.
Ehemalige Profis verteilen Komplimente.
Doch Ribérys Aussagen gehen einen Schritt weiter.
Er lobt nicht nur Kompany.
Er orientiert seine eigene Fußballidee zumindest teilweise an einem Stil, den er beim aktuellen Bayern wiedererkennt.
Für Kompany dürfte es kaum eine schönere Bestätigung geben.
Denn Ribéry steht für genau das, was Bayern immer sein wollte:
Mut.
Offensivfußball.
Emotion.
Dominanz.
Und die permanente Lust darauf, den Gegner anzugreifen.
Ist Kompany der moderne Heynckes für Bayern?
Natürlich wäre es viel zu früh, Kompany sportlich mit Jupp Heynckes gleichzusetzen.
Heynckes hat in München Geschichte geschrieben und 2013 eine der größten Mannschaften des europäischen Fußballs geformt.
Aber vielleicht entsteht gerade etwas, das zumindest an dieses Gefühl erinnert.
Eine Mannschaft mit klarer Identität.
Spieler, die ihrem Trainer folgen.
Offensivfußball ohne Angst.
Und ehemalige Bayern-Legenden, die wieder mit Begeisterung nach München schauen.
Franck Ribéry hat unter einigen der größten Trainer Europas gearbeitet.
Heute möchte er selbst Trainer werden.
Und wenn er nach einem Vorbild für offensiven Fußball sucht, schaut er ausgerechnet wieder dorthin, wo er selbst zur Legende wurde:
nach München. Zu Vincent Kompany.
Vielleicht sagt genau das mehr über Kompanys Arbeit aus als jede Tabelle.
Was meint ihr: Ist Kompany der beste Bayern-Trainer seit Jupp Heynckes?