DAVIES BLOCKIERT IHN! Bayern-Neuzugang Brown sucht noch seine Rolle – Magath erklärt warum
Nathaniel Brown kam mit großen Erwartungen zum FC Bayern.
Rund 50 Millionen Euro soll der Rekordmeister für den deutschen Nationalspieler nach Frankfurt überwiesen haben.
Doch nur wenige Wochen nach seinem Wechsel ist klar:
Einen festen Platz hat Brown in München noch nicht gefunden.
Mal spielt er links.
Mal taucht er plötzlich als Zehner auf.
Zuletzt saß er sogar auf der Bank.
Und Felix Magath glaubt zu wissen, warum.
In Frankfurt war alles klar
Bei Eintracht Frankfurt war Browns Rolle eindeutig.
Er kam über die linke Seite, konnte seine enorme Dynamik ausspielen und entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zu einem deutschen Nationalspieler.
Genau dieses Profil überzeugte auch Bayern.
Der Rekordmeister stattete den 23-Jährigen mit einem langfristigen Vertrag bis 2031 aus. Max Eberl lobte bei seiner Verpflichtung besonders Browns rasante Entwicklung und sein großes Potenzial.
Doch München ist nicht Frankfurt.
Und genau das bekommt Brown jetzt zu spüren.
Das Problem heißt Alphonso Davies
Denn auf Browns bevorzugter Position steht bereits ein Mann, der seit Jahren zur internationalen Spitze gehört:
Alphonso Davies.
Der Kanadier ist unter Vincent Kompany auf der linken Seite aktuell die erste Wahl.
Für Brown bedeutet das:
Will er regelmäßig spielen, reicht es nicht mehr, nur ein sehr guter Linksverteidiger zu sein.
Er muss mehr können.
Genau darauf weist auch Felix Magath hin.
Magath fordert mehr Flexibilität
Der ehemalige Bayern-Trainer sieht Browns Situation nicht als ungewöhnlich an.
Brown sei mit dem Profil eines Linksverteidigers nach München gekommen, müsse bei Bayern nun aber offenbar deutlich flexibler werden.
Denn solange Davies auf seiner angestammten Position gesetzt ist, bleibt Brown dort nur begrenzter Raum.
Die Botschaft ist eindeutig: Brown muss sich eine zweite Rolle erarbeiten.
Kompany macht plötzlich einen Zehner aus ihm
Und Vincent Kompany hat längst begonnen, genau das auszuprobieren.
Schon im Supercup gegen Borussia Dortmund sorgte Bayern für eine Überraschung.
Brown spielte nicht als klassischer Außenverteidiger.
Er wurde deutlich offensiver eingesetzt.
Teilweise sogar als Zehner.
Und ausgerechnet dort gelang ihm bei seinem ersten Pflichtspiel für Bayern sofort ein Treffer.
Beim 2:1 gegen Dortmund brachte Brown den Rekordmeister mit 1:0 in Führung und legte damit den Grundstein für den ersten Titel der Saison.
Ein genialer Kompany-Trick – oder ein Problem?
Genau hier wird Browns Situation interessant.
Auf der einen Seite zeigt Kompany damit, wie viel Vertrauen er in den Neuzugang besitzt.
Ein Trainer stellt einen Spieler nicht ohne Grund auf eine völlig ungewohnte Position.
Auf der anderen Seite zeigt es aber auch:
Browns eigentliche Position ist derzeit besetzt.
Davies ist links vorne.
Brown muss seinen Platz irgendwo anders finden.
Sechs Einsätze – aber keine klare Rolle
Bislang kam Brown laut den offiziellen Bayern-Daten auf sechs Einsätze und 321 Spielminuten.
Davies stand bei sieben Einsätzen bereits 402 Minuten auf dem Platz.
Das sind keine Zahlen eines komplett außen vor gelassenen Spielers.
Ganz im Gegenteil.
Brown bekommt Minuten.
Doch er bekommt sie nicht immer dort, wo man sie vor seinem Transfer erwartet hätte.
Und genau darin liegt sein aktuelles Bayern-Dilemma.
Magath kennt dieses Problem nur zu gut
Felix Magath betont, dass es für neue Spieler beim FC Bayern grundsätzlich schwierig sei, sofort ihren Platz zu finden.
In München wartet auf nahezu jeder Position internationale Konkurrenz.
Wer von einem anderen Bundesligisten kommt und dort gesetzt war, beginnt bei Bayern praktisch noch einmal von vorne.
Brown erlebt genau diesen Prozess.
Bei Frankfurt war er Stammspieler. Bei Bayern muss er sich jeden Einsatz verdienen.
Sein größter Vorteil könnte jetzt die Vielseitigkeit werden
Dabei besitzt Brown genau jene Eigenschaft, die ihm helfen könnte.
Er ist extrem flexibel.
Bayern selbst hebt hervor, dass der 23-Jährige nicht nur auf beiden Außenverteidigerpositionen, sondern auch offensiver auf dem Flügel eingesetzt werden kann.
Kompany geht offenbar sogar noch einen Schritt weiter.
Wenn Brown tatsächlich auch zentral offensiv funktionieren kann, eröffnet das völlig neue Möglichkeiten.
Dann wäre er nicht mehr nur Davies' Ersatz.
Dann wäre er ein Spieler, den Kompany je nach Gegner auf mehreren Positionen einsetzen kann.
Genau das könnte seine Zukunft entscheiden
Denn Davies dauerhaft aus der Startelf zu verdrängen, wird schwierig.
Der Kanadier kennt Bayerns Spiel, besitzt enorme Erfahrung und hat bei Kompany aktuell die Nase vorne.
Brown muss deshalb vielleicht aufhören, ausschließlich um den Platz des Linksverteidigers zu kämpfen.
Seine Chance könnte darin liegen, gar keinen festen Platz zu brauchen.
Linksverteidiger.
Wingback.
Flügelspieler.
Zehner.
Je mehr Rollen Brown beherrscht, desto schwerer wird es für Kompany, auf ihn zu verzichten.
Und von einem Fehlstart kann keine Rede sein
Trotzdem wäre es völlig überzogen, Browns erste Wochen als gescheitert zu bezeichnen.
Er hat gerade erst den Verein gewechselt.
Er steht bei einem der größten Klubs Europas plötzlich in einer völlig neuen Konkurrenzsituation.
Und trotzdem besitzt er bereits einen Titel und ein Tor in seinem ersten Pflichtspiel.
Das klingt nicht nach einem Spieler, der beim FC Bayern gescheitert ist.
Es klingt nach einem Spieler, der noch herausfinden muss, welche Version von Nathaniel Brown Bayern eigentlich braucht.
IsarKick meint
Felix Magath trifft einen wichtigen Punkt.
Brown kam als Linksverteidiger nach München.
Doch Bayern hat dort Alphonso Davies.
Und genau deshalb wird der 23-Jährige sich weiterentwickeln müssen.
Das ist kein Drama.
Es ist die Realität beim FC Bayern.
Wer hier für viel Geld verpflichtet wird, bekommt keinen Stammplatz geschenkt.
Brown muss seinen Platz finden.
Vielleicht liegt die Lösung aber gerade darin, dass er sich nicht auf einen einzigen festlegen lässt.
Denn Kompany hat bereits gezeigt, wie ungewöhnlich er Brown einsetzen kann.
Und wenn aus einem Linksverteidiger plötzlich ein Spieler wird, der auch auf der Zehn, auf dem Flügel oder als Wingback funktioniert, könnte sich Browns vermeintliches Problem irgendwann in seine größte Stärke verwandeln.
**An Davies vorbeizukommen ist schwer.
Aber vielleicht muss Brown das am Ende gar nicht.**