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ER WAR SCHON ANGESCHLAGEN! Warum brachte Bayern Díaz trotzdem?

ER WAR SCHON ANGESCHLAGEN! Warum brachte Bayern Díaz trotzdem?

Er sollte Bayerns Offensive helfen. Jetzt fehlt er selbst. Luis Díaz kam gegen Arsenal in der 68. Minute ins Spiel – und musste kurz vor Schluss verletzt wieder runter. Besonders bitter: Seine muskulären Beschwerden waren schon vor dem Anpfiff bekannt.

Der FC Bayern bestätigte anschließend einen kleinen Muskelbündelriss an der linken Oberschenkelrückseite. Eine genaue Ausfallzeit nannte der Verein nicht. Nach Informationen von Sky drohen dem Kolumbianer vier bis sechs Wochen Pause.

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Damit steht eine unbequeme Frage im Raum: War dieser Einsatz das Risiko wert?

Die Warnzeichen waren bekannt

Schon beim 6:1 gegen Leipzig hatte Díaz Probleme. Laut BILD erklärte Vincent Kompany vor dem Arsenal-Spiel bei DAZN, dass der Angreifer bereits gegen Leipzig hätte ausgewechselt werden sollen. Die Wechselmöglichkeiten waren allerdings ausgeschöpft. Auch danach konnte Díaz nicht das komplette Training absolvieren.

Gegen Arsenal blieb er zunächst draußen. Später kam er doch.

SPORT1-Reporter Stefan Kumberger kritisiert diesen Ablauf. Wie FCBinside berichtet, fordert er eine genaue Aufarbeitung der Entscheidungen rund um beide Spiele.

Die entscheidende Frage ist deshalb größer als eine einzelne Einwechslung: Wann muss Bayern einen angeschlagenen Leistungsträger konsequent aus dem Spiel nehmen?

Ein Spieler will spielen. Wer zieht die Grenze?

Nach dem BILD-Bericht wollte Díaz unbedingt gegen Arsenal dabei sein. Verständlich. Gerade nach seinem Dreierpack gegen Leipzig dürfte sein Selbstvertrauen groß gewesen sein.

Doch Einsatzwille allein beantwortet keine Belastungsfrage. Ein Trainer muss auch die nächsten Wochen im Blick behalten. Ein kurzfristiger sportlicher Vorteil kann teuer werden, wenn anschließend ein wichtiger Angreifer fehlt.

Ob Bayerns Verantwortliche die Verletzung hätten verhindern können, ist allerdings nicht belegt. Die vollständigen medizinischen Befunde vor dem Einsatz sind öffentlich nicht bekannt. Aus dem bitteren Ausgang allein lässt sich kein Behandlungs- oder Entscheidungsfehler ableiten.

Eine kritische Prüfung ist trotzdem berechtigt. Bayern braucht seine Unterschiedsspieler gerade in den großen Spielen. Manchmal könnte die wichtigste Entscheidung deshalb sein, einen von ihnen überhaupt nicht einzuwechseln.

Hätte dieser Moment bei Díaz gegen Arsenal kommen müssen?

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