Hört auf, Olise mit einem Preisschild zu versehen! Bayern darf Real nicht die Tür öffnen
Michael Olise ist einer der Spieler, wegen denen Bayern-Fans den Fernseher einschalten. Er bekommt den Ball, hebt kurz den Kopf – und plötzlich weiß die ganze Abwehr, dass gleich etwas passieren wird. Genau so einen Spieler hat der FC Bayern jahrelang gesucht. Und nun soll bei einer möglichen Vertragsverlängerung ausgerechnet über eine Ausstiegsklausel gesprochen werden?
Über 200 Millionen Euro stehen als mögliche Summe im Raum. Das klingt gewaltig. Aber für einen Klub wie Real Madrid ist eine festgelegte Ablöse vor allem eines: eine Zahl, mit der man planen kann.
Bayern sitzt am längeren Hebel – noch
Olises aktueller Vertrag läuft bis 2029 und enthält keine Ausstiegsklausel. Das ist eine starke Position für Bayern. Wer ihn haben will, kann heute nicht einfach eine Summe überweisen und Tatsachen schaffen. Der Klub entscheidet selbst, ob er überhaupt verhandelt.
Natürlich wäre eine Verlängerung bis 2032 ein großer Erfolg. Olise hätte einen Vertrag, der seiner Bedeutung für die Mannschaft gerecht wird, und Bayern könnte langfristig mit ihm planen. Doch warum sollte man für diese Sicherheit eine Tür einbauen, die später jeder finanzstarke Konkurrent öffnen kann?
200 Millionen ersetzen keinen Michael Olise
Vielleicht würde Bayern bei einem Abschied mehr als 200 Millionen Euro erhalten. Das wäre eine enorme Summe. Aber was passiert danach? Jeder Verein wüsste, wie viel Geld in München liegt. Jeder mögliche Nachfolger würde teurer. Und selbst für sehr viel Geld bekommt Bayern keine Garantie, wieder einen Spieler zu finden, der Spiele auf diese Weise prägt.
Olise ist längst mehr als ein wertvoller Kaderplatz. Er ist einer der Spieler, um die Bayern seine sportliche Zukunft bauen kann. Wenn die Münchner in Europa angreifen wollen, müssen sie solche Spieler halten – gerade dann, wenn Madrid und Liverpool angeblich hinschauen.
Mein Urteil: Verlängern, aber nicht um jeden Preis
Bayern sollte alles daransetzen, Olise langfristig zu binden. Ein deutlich besseres Gehalt wäre angesichts seiner Rolle nachvollziehbar. Eine Ausstiegsklausel darf aber nicht leichtfertig zum Preis für seine Unterschrift werden.
Noch gibt es keinen neuen Vertrag und keine vereinbarte Summe. Genau deshalb ist jetzt der Moment für eine klare Haltung. Bayern hat Olise bis 2029 gebunden. Der Klub muss nicht so verhandeln, als müsse er seinen besten Spielern vorsorglich schon den Ausgang zeigen.