KLOPP KRITISIERT BAYERN – JETZT KASSIERT ER SELBST KRITIK! Reif schaltet sich ein
Erst stellt Jürgen Klopp die Bayern-Taktik infrage – jetzt wird der Bundestrainer selbst kritisiert! Nach seinen überraschenden Aussagen über Vincent Kompanys Spielsystem meldet sich TV-Legende Marcel Reif zu Wort. Und der 76-Jährige macht deutlich: An Klopps Stelle hätte er sich öffentlich anders verhalten!
Was als taktische Analyse begann, entwickelt sich zu einer Debatte über die Rolle des deutschen Bundestrainers.
Während des Champions-League-Duells zwischen Bayern und Arsenal (2:2) hatte Klopp bei DAZN erklärt, dass er die Defensivorganisation der Münchner noch immer nicht vollständig nachvollziehen könne.
Besonders die ungewöhnlichen Aufgaben von Harry Kane gegen den Ball sorgten beim früheren Liverpool-Coach für Verwunderung.
Kompany reagierte auf eine entsprechende Nachfrage nach dem Spiel zunächst mit zwei knappen Worten: „Nächste Frage.“
Doch damit war die Diskussion längst nicht beendet.
REIF STELLT KLOPP INFRAGE!
In der BILD-Sendung „Reif ist live“ beschäftigte sich Marcel Reif mit dem öffentlichen Auftritt des Bundestrainers.
Dass Klopp seine Meinung frei äußern dürfe, sei selbstverständlich.
Trotzdem hätte Reif persönlich einen anderen Weg gewählt.
„Ich würde es nicht machen“, erklärte der langjährige Kommentator.
Sein Einwand betrifft weniger die taktische Bewertung als den Zeitpunkt und Klopps besondere Verantwortung.
Schließlich arbeitet der 59-Jährige inzwischen als Bundestrainer und muss mit vielen Bayern-Profis zusammenarbeiten.
Wenn er öffentlich das System eines Vereinstrainers hinterfragt, erhalten seine Aussagen automatisch zusätzliches Gewicht.
DARF EIN BUNDESTRAINER NICHT MEHR KRITISIEREN?
Genau hier wird die Debatte interessant.
Einerseits gehört taktische Kritik zum Fußball. Auch ein Bundestrainer sollte seine fachliche Meinung äußern dürfen.
Andererseits ist Klopp eben kein gewöhnlicher Fernsehexperte.
Seine Worte werden anders wahrgenommen als die eines ehemaligen Trainers ohne aktuelles Amt.
Reif räumte allerdings auch ein, dass gerade Klopps authentische und direkte Art einen besonderen Reiz habe.
Und damit stellt sich die eigentliche Frage: Soll Klopp weiterhin Klartext reden – oder verlangt sein Amt künftig mehr Zurückhaltung?
Für Kompany dürfte ohnehin etwas anderes entscheidend sein.
Seine Mannschaft soll die Antworten auf dem Spielfeld liefern.
Und Harry Kane zeigte gegen Arsenal mit einem Tor und einer Vorlage, dass seine außergewöhnliche Rolle durchaus funktionieren kann.
Wer hat also recht: Klopp, der unbequeme Fragen stellt, oder Reif, der mehr Zurückhaltung fordert?
Mia san mia!