KLOPP ZEIGT KOMPANY, WIE ES GEHT! Bayern-Juwel Pavlovic explodiert beim DFB – und plötzlich gerät Kimmich unter Druck
Klopp entdeckt Bayerns unterschätzte Mittelfeld-Waffe
Beim FC Bayern gehört Aleksandar Pavlovic längst zum festen Bestandteil der Mannschaft. Doch was der 22-Jährige jetzt unter Jürgen Klopp in der deutschen Nationalmannschaft gezeigt hat, könnte auch in München eine neue Diskussion auslösen.
Beim 2:0 gegen Serbien und beim anschließenden 0:0 in Griechenland überzeugte Pavlovic mit Ruhe, Übersicht und einer beeindruckenden Sicherheit im Spielaufbau. Besonders auffällig: Klopp setzte den Bayern-Profi als alleinigen Sechser in einem 4-3-3-System ein.
Und plötzlich wirkte Pavlovic wie der natürliche Chef des deutschen Mittelfelds.
Eine Entwicklung, die auch Vincent Kompany genau beobachten dürfte. Denn möglicherweise hat Klopp gerade gezeigt, wie Bayern noch mehr aus seinem eigenen Nachwuchsstar herausholen könnte.
Plötzlich ist Pavlovic die Passmaschine
Im neuen DFB-System spielte Pavlovic hinter zwei offensiver ausgerichteten Mittelfeldspielern. Mit Tom Bischof und Florian Wirtz vor sich konnte er sich auf seine größten Stärken konzentrieren: Räume absichern, den Ball fordern und das Spiel aus der Tiefe organisieren.
Das funktionierte bemerkenswert gut.
SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger bezeichnete die Kombination aus Pavlovic, Bischof und Wirtz sogar als eine der Entdeckungen der Länderspielphase.
Vor allem Pavlovic profitierte von seiner klar definierten Aufgabe. Er musste nicht ständig zwischen unterschiedlichen Rollen wechseln, sondern konnte das Zentrum kontrollieren und seine Mitspieler mit präzisen Pässen einsetzen.
Klopp machte aus dem Bayern-Talent keinen anderen Fußballer. Er gab ihm offenbar einfach die passende Rolle.
Und genau das könnte für Kompany interessant werden.
Wird Kimmich plötzlich zum Problem?
Beim FC Bayern bildet Pavlovic häufig gemeinsam mit Joshua Kimmich die Mittelfeldzentrale. Beide besitzen enorme Qualitäten am Ball, wollen Verantwortung übernehmen und das Spiel gestalten.
Doch genau darin liegt möglicherweise ein taktisches Problem: Wenn zwei Spieler ähnliche Aufgaben übernehmen, kann die Rollenverteilung komplizierter werden.
Bei Klopp war die Situation eindeutig. Pavlovic organisierte das Spiel vor der Abwehr, während Bischof und Wirtz weiter vorne agierten.
Das bedeutet keineswegs, dass Bayern ohne Kimmich automatisch besser wäre. Der 31-Jährige bleibt einer der wichtigsten Führungsspieler des Rekordmeisters und verfügt über Qualitäten, die Pavlovic noch entwickeln muss.
Aber die Frage ist erlaubt: Muss Kimmich wirklich immer der zentrale Taktgeber sein?
Vielleicht könnte Bayern profitieren, wenn Pavlovic häufiger die alleinige Verantwortung auf der Sechs übernimmt.
Ausgerechnet zwei Bayern-Talente überzeugen ohne Kimmich
Besonders brisant ist, dass Pavlovic beim DFB nicht allein glänzte. Auch Tom Bischof nutzte seine Chance eindrucksvoll.
Beim 2:0 gegen Serbien erzielte der junge Bayern-Profi sogar den Führungstreffer. Gemeinsam mit Pavlovic und Wirtz bildete er ein Mittelfeld, das spielerisch überzeugte und Deutschland neue Möglichkeiten eröffnete.
Damit könnte Klopp ungewollt eine Diskussion anstoßen, die weit über die Nationalmannschaft hinausgeht.
Denn Kompany verfügt in München ebenfalls über diese beiden jungen Spieler.
Pavlovic und Bischof sind nicht nur Bayerns Zukunft. Sie könnten schon jetzt eine interessante Alternative für die Gegenwart sein.
Allerdings wäre es übertrieben, aus zwei Länderspielen bereits eine neue Hierarchie abzuleiten. Unterschiedliche Gegner, Spielverläufe und taktische Anforderungen machen direkte Vergleiche schwierig.
Kompany muss eine spannende Entscheidung treffen
Kompany hat Bayern mit seiner offensiven Spielidee und dem aggressiven Pressing geprägt. Sein System stellt allerdings enorme Anforderungen an die Mittelfeldspieler, insbesondere bei der Absicherung nach Ballverlusten.
Ein klar positionierter Sechser könnte dabei zusätzliche Stabilität bringen.
Pavlovic besitzt die Ruhe, die Passqualität und das taktische Verständnis, um diese Aufgabe auszufüllen. Klopps 4-3-3 hat nun einen weiteren Hinweis geliefert, wie wertvoll der 22-Jährige in einer solchen Rolle sein kann.
Doch Kompany muss gleichzeitig Kimmich, Bischof und die übrigen Mittelfeldspieler optimal einbinden.
Die Lösung muss deshalb nicht Kimmich gegen Pavlovic heißen. Vielleicht geht es vielmehr darum, beiden die richtigen Aufgaben zu geben.
Das wäre keine Revolution, sondern eine taktische Weiterentwicklung.
Hat Klopp Bayern gerade eine Blaupause geliefert?
Für Pavlovic könnte die Länderspielphase ein wichtiger Schritt gewesen sein. Nach weniger überzeugenden Auftritten bei der Weltmeisterschaft hat er gezeigt, dass er auf internationalem Niveau Verantwortung übernehmen kann.
Klopps Vertrauen und die klare Rolle im Mittelfeld scheinen ihm dabei besonders geholfen zu haben.
Nun kehrt er mit zusätzlichem Selbstbewusstsein nach München zurück.
Für Kompany ist das eine gute Nachricht – und möglicherweise auch eine taktische Anregung.
Denn Bayern besitzt mit Pavlovic einen Spieler, der das Zentrum über viele Jahre prägen könnte. Entscheidend wird sein, seine Stärken konsequent einzusetzen.
Klopp hat gezeigt, wie gut Pavlovic als alleiniger Sechser funktionieren kann. Jetzt liegt es an Kompany, daraus die richtigen Schlüsse für Bayern zu ziehen.
Und damit steht plötzlich eine hochinteressante Frage im Raum:
Sollte Pavlovic künftig Bayerns klare Nummer sechs sein – auch wenn Joshua Kimmich dafür seine Rolle verändern müsste?