KOMPANY AM LIMIT! Muss Bayern seinen eigenen Trainer bremsen?
Sechs Tore gegen Leipzig, ein dramatisches 2:2 gegen Arsenal – und mittendrin ein Trainer, der offenbar selbst vergessen hat, wann er eine Pause braucht! Vincent Kompany spricht nach seiner krankheitsbedingten Auszeit ungewöhnlich offen über zu viel Arbeit und zu wenig Schlaf. Seine Worte werfen beim FC Bayern eine brisante Frage auf: Ist der Belgier inzwischen zu sehr zum unverzichtbaren Mann geworden?
Normalerweise steht Kompany 90 Minuten unter Strom. Er dirigiert, korrigiert und lebt jedes Spiel mit unglaublicher Intensität.
Doch gegen Leipzig bot sich ein ungewohntes Bild.
Der Bayern-Trainer saß fast durchgehend auf der Bank. Seine Assistenten Aaron Danks und René Marić übernahmen die Anweisungen.
Es folgte eine Zwangspause wegen einer Virusinfektion und körperlicher Beschwerden.
Erst gegen Arsenal kehrte Kompany zurück.
ER WOLLTE ALLES – BIS SEIN KÖRPER STOPPTE!
Nach der Partie sprach der 40-Jährige bei DAZN überraschend offen.
Er habe viel gearbeitet, wenig geschlafen und die Warnsignale seines Körpers nicht ernst genug genommen.
Ein bemerkenswertes Eingeständnis.
Denn Kompany steht für Disziplin, Ehrgeiz und absolute Hingabe.
Doch genau diese Eigenschaften werfen eine Frage auf: Muss ein Bayern-Trainer wirklich rund um die Uhr funktionieren?
Dass die Arbeitsbelastung seine Virusinfektion verursacht hat, ist nicht belegt. Seine Aussagen zeigen aber, dass Erholung zuletzt zu kurz kam.
BAYERN DARF NICHT VON EINEM MANN ABHÄNGEN!
Karl-Heinz Rummenigge bezeichnete Kompany zuletzt sogar als Vater des bisherigen Erfolgs.
Ein riesiges Kompliment. Aber auch eine enorme Erwartung.
Natürlich ist der Belgier das Gesicht des sportlichen Aufschwungs.
Doch ausgerechnet das 6:1 gegen Leipzig zeigte, dass Bayern auch dann funktionieren kann, wenn seine Assistenten an der Seitenlinie mehr Verantwortung übernehmen.
Das ist keine Schwäche Kompanys. Das könnte die größte Stärke seines Trainerteams sein!
Ein moderner Spitzenklub braucht keinen unermüdlichen Einzelkämpfer, sondern eine funktionierende Organisation.
Kompany muss nicht jeden Trainingsmoment, jede Anweisung und jede Entscheidung persönlich kontrollieren.
Seine wichtigste Aufgabe ist es, die Mannschaft langfristig erfolgreich zu führen.
Denn wenn Bayern seinen Trainer wirklich so sehr schätzt, sollte der Klub nicht erwarten, dass er sich für jeden Erfolg aufreibt.
Mia san mia bedeutet schließlich Zusammenhalt.
Und der sollte auch für den Mann gelten, der täglich an der Seitenlinie steht.
Mia san mia!