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Analysen

MUSIALA GEGEN STUTTGART? BITTE, BAYERN – MACHT JETZT KEINEN FEHLER!

MUSIALA GEGEN STUTTGART? BITTE, BAYERN – MACHT JETZT KEINEN FEHLER!

Freitagabend. Allianz Arena. Flutlicht.

Der FC Bayern eröffnet gegen den VfB Stuttgart die neue Bundesliga-Saison.

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Normalerweise würde ich in diesen Tagen über Harry Kane sprechen. Über Michael Olise. Über die Frage, ob Bayern nach dem Supercup-Sieg direkt das nächste Ausrufezeichen setzen kann.

Aber über allem schwebt momentan ein anderer Name:

Jamal Musiala.

Spielt er?

Sitzt er auf der Bank?

Oder bekommt er noch mehr Zeit?

Und ganz ehrlich: So sehr ich Jamal am Freitag wieder auf dem Platz sehen möchte – diesmal darf es für den FC Bayern nur eine einzige Regel geben:

Nichts erzwingen.

Natürlich fehlt uns Jamal

Wir müssen uns nichts vormachen.

Ein fitter Jamal Musiala macht diesen FC Bayern besser.

Deutlich besser.

Es gibt Spieler, die Teil eines Systems sind.

Und dann gibt es Spieler wie Musiala, die ein System innerhalb von Sekunden zerstören können.

Ball am Fuß.

Eine Drehung.

Zwei Gegenspieler weg.

Plötzlich steht Bayern im Strafraum.

Genau diese Unberechenbarkeit kann man nicht einfach ersetzen.

Deshalb verstehe ich jeden Bayern-Fan, der vor dem Stuttgart-Spiel zuerst nach Jamals Namen sucht.

Ich werde es genauso machen.

Aber diesmal muss die Vernunft größer sein als unsere Ungeduld.

Nach diesen Bildern denkt man anders über Fußball

Musiala musste zuletzt zweimal innerhalb weniger Tage in Testspielen vorzeitig vom Platz. Beim Test in Heidenheim wurde er kurz nach seiner Einwechslung wieder ausgewechselt. Bayern bestätigte in seinem eigenen Spielbericht zumindest, dass er angeschlagen vom Feld musste.

Und genau deshalb interessiert mich momentan nicht, ob Stuttgart ein wichtiges Spiel ist.

Natürlich ist es wichtig.

Es ist der Bundesliga-Auftakt.

Bayern ist Titelverteidiger.

Die Allianz Arena wird voll sein.

Ganz Deutschland schaut hin.

Na und?

Wir reden über den ersten von 34 Bundesliga-Spieltagen.

Jamal Musiala ist 23 Jahre alt.

Wenn es irgendeinen Zweifel gibt, dann soll er dieses Spiel eben von der Tribüne anschauen.

Bayern hat in Dortmund etwas Wichtiges bewiesen

Das Gute an der aktuellen Situation ist:

Bayern muss keine Panik bekommen.

Der Supercup hat gezeigt, dass diese Mannschaft auch ohne Musiala Lösungen finden kann.

Michael Olise kann Verantwortung übernehmen.

Harry Kane sowieso.

Andere Spieler können in die Räume gehen, die normalerweise Jamal gehören.

Es wird nicht genauso aussehen.

Natürlich nicht.

Musiala kann man nicht kopieren.

Aber Bayern muss ihn auch nicht kopieren.

Vincent Kompany muss eine Mannschaft bauen, die auch dann funktioniert, wenn einer ihrer besten Spieler fehlt.

Genau das unterscheidet einen guten Kader von einer Mannschaft, die komplett von einem Superstar abhängig ist.

Und Stuttgart ist sowieso kein Gegner für Experimente

Wer glaubt, dass Bayern am Freitag einfach ein bisschen Bundesliga-Eröffnung feiern und nebenbei drei Punkte einsammeln wird, sollte sich Stuttgart genauer anschauen.

Diese beiden Mannschaften kennen sich inzwischen ziemlich gut.

Im April gewann Bayern das Bundesliga-Duell 4:2 und machte damit die Meisterschaft perfekt.

Wenige Wochen später folgte das Pokalfinale in Berlin.

Bayern gewann 3:0.

Harry Kane erzielte alle drei Tore.

Jetzt kommt Stuttgart zum dritten Mal innerhalb weniger Monate.

Und glaubt wirklich jemand, dass diese Mannschaft nach München reist und sagt:

„Na gut, verlieren wir eben wieder“?

Natürlich nicht.

Gerade deshalb braucht Bayern elf Spieler, die körperlich und mental komplett bereit sind.

Nicht zehn plus einen Superstar, bei dem wir bei jedem Zweikampf nervös werden.

Jamal muss uns nichts beweisen

Das möchte ich als Bayern-Fan besonders deutlich sagen.

Jamal Musiala schuldet diesem Verein momentan gar nichts.

Kein Comeback gegen Stuttgart.

Kein Tor.

Keine Vorlage.

Keine magische Dribbling-Show vor 75.000 Zuschauern.

Nichts.

Wir wissen, wie gut er ist.

Wir wissen, was er für Bayern bedeutet.

Und wir wissen, dass diese Mannschaft mit ihm eine andere Dimension erreichen kann.

Deshalb wäre es vollkommen absurd, wegen eines einzelnen Bundesliga-Spiels unnötig Druck aufzubauen.

Vielleicht ist Geduld diesmal die größte Bayern-Stärke

Bei Bayern sind wir Geduld nicht besonders gewohnt.

Wir wollen alles.

Und zwar sofort.

Meisterschaft.

Pokal.

Champions League.

Verliert Bayern zweimal, beginnt die Krise.

Gewinnt Bayern einen Titel, fragen wir am nächsten Morgen nach dem nächsten.

Das gehört irgendwie zu diesem Verein.

Aber manchmal bedeutet „Mia san mia“ eben nicht, mit dem Kopf durch jede Wand zu rennen.

Manchmal bedeutet Stärke auch:

Wir können warten.

Bayern hat genügend Qualität, um gegen Stuttgart ohne Musiala anzutreten.

Und sollte das nicht reichen?

Dann müssen sich die anderen Spieler diese Kritik gefallen lassen.

Nicht Jamal.

Ich will nicht Musiala gegen Stuttgart – ich will Musiala für die nächsten zehn Jahre

Vielleicht ist das der entscheidende Punkt.

Was wollen wir eigentlich?

Wollen wir unbedingt 20 oder 30 Minuten Musiala am Freitagabend?

Oder wollen wir einen Jamal Musiala, der irgendwann wieder völlig frei Fußball spielt?

Der den Ball bekommt und nicht darüber nachdenkt, was zuletzt passiert ist.

Der wieder drei Gegenspieler anlaufen sieht und sich denkt:

Kommt ruhig.

Diesen Jamal möchte ich zurück.

Ob das gegen Stuttgart passiert, eine Woche später oder noch später, ist für mich zweitrangig.

Kompany muss jetzt die wichtigste Entscheidung treffen

Vincent Kompany wird in dieser Saison noch Hunderte taktische Entscheidungen treffen.

Viererkette oder Dreieraufbau.

Wer spielt neben Kimmich?

Wer beginnt auf den Flügeln?

Wann wird gewechselt?

Aber bei Musiala sollte Fußballtaktik momentan keine Rolle spielen.

Wenn Jamal komplett bereit ist und alle Verantwortlichen überzeugt sind, dass einem Einsatz nichts entgegensteht:

Dann freue ich mich auf sein Comeback.

Wenn nicht:

Dann bleibt er draußen.

So einfach sollte es sein.

Freitag beginnt Bayerns Mission Titelverteidigung

Und vielleicht steckt darin sogar eine Chance.

Bayern startet als deutscher Meister in die neue Bundesliga-Saison. Stuttgart kommt in die Allianz Arena, nachdem die Münchner den VfB in den letzten beiden Pflichtspielduellen 4:2 und 3:0 geschlagen haben.

Das Ziel ist klar:

Drei Punkte.

Ein Statement.

Der Konkurrenz sofort zeigen, dass der Meister nicht satt ist.

Aber Bayern muss das auch ohne Musiala können.

Kane.

Olise.

Díaz.

Kimmich.

Jetzt seid ihr gefragt.

Und Jamal?

Mach dir keinen Stress.

Wenn du Freitag aufläufst, wird die Allianz Arena wahrscheinlich schon bei deinem Namen explodieren.

Wenn du nicht aufläufst, wartet sie eben noch ein bisschen.

Denn einen Bundesliga-Auftakt kann Bayern auch ohne Jamal Musiala gewinnen.

Was wir nicht ersetzen können, ist Jamal Musiala selbst.

Deshalb gibt es für mich vor Stuttgart nur eine richtige Haltung:

Kein Druck. Kein unnötiges Risiko. Kein Comeback für eine Schlagzeile.

Komm zurück, wenn du bereit bist.

Dann aber richtig.

Mia san mia. 🔴⚪

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