Paukenschlag im Präsidium! Warum der Mennekes-Rücktritt eine gefährliche Lücke im Bayern-Herz hinterlässt
Wer geglaubt hat, nach den sportlichen Achterbahnfahrten der letzten Monate würde an der Säbener Straße endlich absolute Ruhe einkehren, der reibt sich heute ungläubig die Augen: Walter Mennekes, unser 2. Vizepräsident, legt völlig überraschend mit sofortiger Wirkung sein Amt nieder!
Als Bayern-Reporter und langjähriges Vereinsmitglied zieht es einem bei solchen Meldungen den Boden unter den Füßen weg. Denn während die breite Öffentlichkeit und die Boulevardmedien fast ausschließlich auf Millionen-Transfers, Harry Kane oder die Launen auf dem Trainingsplatz starren, wissen wir Insider ganz genau: Männer wie Walter Mennekes sind der Kitt, der diesen gigantischen Klub im Kern überhaupt noch zusammenhält!
Schauen wir zurück ins Jahr 2016: Als Uli Hoeneß damals auf der Jahreshauptversammlung seine emotionale Rückkehr feierte, stand da plötzlich dieser bodenständige Sauerländer Unternehmer auf der Bühne. Mit seiner erfrischenden Art, seiner rheinisch-westfälischen Schlagfertigkeit und einem entwaffnenden Lächeln eroberte er die Herzen von 99,7 Prozent der anwesenden Mitglieder im Handumdrehen. Mennekes war kein Funktionär der Kategorie „graue Eminenz im Nadelstreifenanzug“, der nur für Schnittchen und Blitzlichtgewitter in der Ehrenloge sitzt. Er war und ist glühender Bayern-Fan seit über 30 Jahren – einer von uns!
Genau dieser Geist droht dem FC Bayern e.V. nun abhandenzukommen. Mennekes bildete zusammen mit Herbert Hainer und Dieter Mayer eine verlässliche Achse an der Vereinsspitze. Er vertrat das Handwerk, den Mittelstand, die absolute Loyalität und die unverhandelbaren Grundwerte unseres Klubs. Er war die Stimme der Basis, wenn im Hintergrund wieder Berater, Sponsoren und globale Vermarktungsstrategen um die Vorherrschaft stritten. Dass er nun – mitten in der Amtsperiode – den Schlussstrich zieht, wirft brennende Fragen auf.
Sind es rein persönliche oder gesundheitliche Gründe, die man bei einem fast 79-jährigen verdienten Mann vollauf respektieren muss? Oder brodelt es hinter den Kulissen des Präsidiums weit heftiger, als die offizielle Vereinskommunikation uns weismachen will? Gibt es Risse über die strategische Ausrichtung des Vereins zwischen globalem Kommerzriesen und mitgliedergeführtem Traditionsklub?
Eines steht fest: Dieser Rücktritt ist ein gewaltiger Weckruf für die gesamte Bayern-Familie. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Chefetage an der Säbener Straße zu einem reinen Aufsichtsrats-Konzern verkommt. Wir brauchen Typen mit Ecken, Kanten und echter Leidenschaft für den e.V.
Lieber Walter Mennekes, vergelt’s Gott für zehn Jahre aufopferungsvolle Arbeit an vorderster Front. Dein feiner Humor, dein Stecker-Kult und dein Gespür für die Fans werden uns auf der nächsten Mitgliederversammlung schmerzlich fehlen.
Für die Vereinsführung um Hainer und Mayer heißt es jetzt: Karten auf den Tisch! Wir Fans verlangen Transparenz – denn unser Verein gehört nicht den Vorständen, sondern den Mitgliedern!
Euer rot-weißer Chronist.