Servus David! Warum ein Abschiedsschmerz nie vergeht – und wir dir trotzdem alles Glück wünschen
Als ich heute die Meldungen über George Alabas Aussagen zur Zukunft seines Sohnes las, überkam mich unweigerlich ein Schauer – ein bittersüßer Mix aus tiefem Respekt, schmerzhafter Wehmut und purer Dankbarkeit. Seit seinem Vertragsende bei Real Madrid ist David Alaba ohne Klub. Manche unkten schon über ein vorzeitiges Karriereende nach den harten Knieverletzungen. Doch Papa George hat nun ein Machtwort gesprochen: „Er wird bald verkünden, wie es weitergeht. Es geht ihm hervorragend. Er hat noch viel vor.“
Für jeden, der den FC Bayern im Herzen trägt, löst der Name David Alaba sofort ein Beben aus.
Erinnern wir uns: 2008 kam dieser schüchterne Junge aus Wien an die Säbener Straße. Wir sahen zu, wie er auf der linken Seite mit Franck Ribéry das gefürchtetste Duo Europas bildete – „Robbery“ auf rechts, „Davbery“ auf links. Zwei Triple-Triumphe (2013 und 2020), zehn Deutsche Meisterschaften, unzählige Freistoßtore in den Winkel. David war kein Legionär. Er war ein Eigengewächs, der bayerische Mentalität mit Wiener Schmäh verband.
Ja, sein ablösefreier Abgang zu Real Madrid im Sommer 2021 tat verdammt weh. Bis heute schmerzt die Erinnerung an den Zoff um Berater, Provisionen und Verhandlungstische. Viele Fans fühlten sich damals vor den Kopf gestoßen. Doch mit dem Abstand der Jahre muss man ehrlich und fair sein: David hat sich bei uns 13 Jahre lang zerrissen. Er hat für das Wappen auf der Brust geblutet.
Jetzt ist David 34 Jahre alt, ein zweifacher Champions-League-Sieger auch mit den Königlichen, und steht am Scheideweg. Angebote aus den USA, Gerüchte um Klubs wie Union Berlin, die Sehnsucht seiner Heimat Austria Wien – die Fußballwelt fragt sich: Wohin zieht es ihn?
Eines steht für mich fest: David Alaba gehört auf den Rasen, nicht in den Vorruhestand. Wer nach so schwerwiegenden Rückschlägen und im Spätherbst seiner Karriere noch immer diesen unbändigen Hunger spürt, verdient allerhöchsten Respekt.
Ganz egal, wo du deine Unterschrift demnächst setzt, David – ob in der Bundesliga, in Übersee oder sonst wo: Wir Münchner vergessen niemals, was du für diesen Verein geleistet hast. Einmal Bayern, immer Bayern. Hau noch einmal alles raus!
Euer rot-weißer Chronist.