SORRY, MBAPPÉ: FRANKREICHS NEUER CHEF KOMMT AUS MÜNCHEN! Olise kommt bei 0:1 – dann zerlegt er Belgien in nur 30 Minuten
Frankreich hat ein Problem – bis Bayerns Superstar kommt
0:1 gegen Belgien. Kylian Mbappé fehlt verletzt. Frankreich sucht nach einer Antwort.
Und dann kommt Michael Olise.
Was der Bayern-Star anschließend innerhalb von rund 30 Minuten veranstaltet, ist keine gewöhnliche Joker-Leistung. Es ist eine Machtdemonstration.
Zwei Tore. Eine Vorlage. Aus 0:1 wird 4:1.
Sorry, Mbappé – aber an diesem Abend kommt Frankreichs Chef aus München.
Olise betritt den Platz – und plötzlich kippt alles
Bis zu seiner Einwechslung läuft Frankreich einem Rückstand hinterher. Belgien führt, Frankreich fehlt der entscheidende Impuls.
Dann schickt Zinédine Zidane Olise auf den Platz.
Und plötzlich verändert sich das komplette Spiel.
Olise bereitet zunächst den Treffer von Rayan Cherki zum 2:1 vor. Wenig später schlägt der Bayern-Star selbst zu und erhöht auf 3:1.
Doch damit hat er noch nicht genug.
In der Nachspielzeit trifft Olise erneut.
Innerhalb von rund einer halben Stunde ist Belgien erledigt.
Das ist genau jene Qualität, für die die ganz großen Spieler bezahlt werden: Sie brauchen keine 90 Minuten, um ein Spiel zu prägen.
Manchmal reichen ihnen 30.
Sorry, Mbappé: Frankreich kann plötzlich auch ohne dich explodieren
Natürlich bleibt Kylian Mbappé einer der größten Stars des Weltfußballs.
Niemand muss ihn künstlich kleinreden, um Olises Leistung größer erscheinen zu lassen.
Aber genau deshalb ist dieser Abend so bemerkenswert.
Frankreich muss ohne Mbappé auskommen, liegt zurück – und trotzdem findet sich ein anderer Spieler, der die Verantwortung übernimmt.
Und dieser Spieler trägt beim Verein das Trikot des FC Bayern München.
Olise wartet nicht darauf, dass jemand anderes Frankreich rettet.
Er tut es selbst.
Vorlage. Tor. Noch ein Tor.
So entsteht Hierarchie im Spitzenfußball.
Nicht durch Namen.
Durch Leistung.
Und dann ist da noch diese verrückte Kapitänsbinden-Szene
Fast schon perfekt passt dazu eine kuriose Szene unmittelbar nach Olises Einwechslung.
Ousmane Dembélé drückt dem Bayern-Star die Kapitänsbinde in die Hand.
Olise schaut zunächst irritiert.
Für einen Augenblick könnte man glauben: Was passiert denn jetzt? Wird Olise plötzlich Kapitän?
Nein.
Die Binde ist für Jules Koundé bestimmt und Olise soll sie lediglich weiterreichen.
Eigentlich nur ein kleines Missverständnis.
Doch nach dem Spiel wirkt die Szene beinahe wie eine unfreiwillige Vorhersage.
Die Binde bekommt Olise nicht – die Kontrolle über das Spiel übernimmt er trotzdem.
Genau diesen Olise erlebt Bayern inzwischen immer häufiger
In München dürfte man diese Entwicklung mit einem breiten Grinsen verfolgen.
Denn Bayern hat Olise längst nicht mehr nur als außergewöhnlich talentierten Flügelspieler.
Dieser Mann entwickelt sich immer stärker zu einem Spieler, der große Partien selbst entscheiden kann.
Olise besitzt Technik.
Tempo.
Spielintelligenz.
Torgefahr.
Aber inzwischen kommt etwas Entscheidendes hinzu:
Verantwortung.
Wenn das Spiel schwierig wird, versteckt er sich nicht.
Er fordert den Ball.
Er sucht das Eins-gegen-eins.
Er will die entscheidende Aktion.
Und genau diese Entwicklung trennt einen sehr guten Spieler von einem echten Superstar.
Zidane sieht in ihm längst einen Anführer
Dass Olise diese Rolle übernehmen kann, kommt für Frankreichs Verantwortliche offenbar nicht völlig überraschend.
Zidane hat die Führungsqualitäten des Bayern-Stars bereits hervorgehoben.
Olise ist dabei kein klassischer Lautsprecher.
Er muss nicht permanent gestikulieren oder große Reden halten.
Seine Sprache ist eine andere.
Der Ball.
Und gegen Belgien war diese Sprache ziemlich eindeutig.
Frankreich braucht einen Impuls?
Olise liefert ihn.
Frankreich braucht ein Tor?
Olise liefert es.
Frankreich braucht die endgültige Entscheidung?
Olise liefert auch die.
Mehr Führung auf dem Platz geht kaum.
Ballon-d’Or-Rufe sind plötzlich keine verrückte Fantasie mehr
Nach der Partie wurde es sogar noch spektakulärer.
Von den Rängen waren Ballon-d’Or-Rufe für Olise zu hören.
Vor nicht allzu langer Zeit hätte eine solche Vorstellung noch wie übertriebene Fan-Euphorie geklungen.
Mittlerweile sollte man zumindest genauer hinsehen.
Denn Olise produziert längst nicht mehr nur schöne Dribblings und spektakuläre Einzelaktionen.
Er produziert Zahlen. Er entscheidet Spiele. Und er tut es auf höchstem Niveau.
Genau das verändert die Wahrnehmung eines Spielers.
Vom Talent zum Leistungsträger.
Vom Leistungsträger zum Superstar.
Und vielleicht irgendwann vom Superstar zum Kandidaten für die größten individuellen Auszeichnungen im Weltfußball.
Bayern muss jetzt begreifen, was für einen Schatz man besitzt
Für den FC Bayern ist diese Entwicklung traumhaft.
Aber sie bringt gleichzeitig eine klare Aufgabe mit sich.
Diesen Spieler darf München nicht leichtfertig aus der Hand geben.
Je häufiger Olise solche Abende produziert, desto genauer werden Europas größte Klubs hinschauen.
Das gehört zum Geschäft.
Wer auf diesem Niveau dominiert, weckt Begehrlichkeiten.
Deshalb geht es für Bayern längst nicht mehr darum, ob Olise gut genug für die langfristige Zukunft des Klubs ist.
Die Frage lautet inzwischen eher:
Wie baut Bayern die Zukunft um Olise herum?
Denn Spieler, die innerhalb einer halben Stunde ein Länderspiel komplett drehen können, findet man nicht jedes Jahr.
Vielleicht erleben wir gerade den nächsten Schritt zum Weltstar
Das Beeindruckende an Olises Entwicklung ist nicht nur seine individuelle Klasse.
Es ist die Geschwindigkeit, mit der er immer größere Verantwortung übernimmt.
Bayern kennt seine Qualitäten bereits.
Jetzt erlebt auch Frankreich immer deutlicher, was passiert, wenn Olise heißläuft.
Belgien hat es auf die brutalste Art erfahren.
Er kommt beim Stand von 0:1.
Rund 30 Minuten später steht es 4:1.
Olises Bilanz:
Zwei Tore. Eine Vorlage.
Mehr muss man über seinen Einfluss an diesem Abend eigentlich nicht sagen.
Mbappé bleibt der Superstar – aber Olise klopft gewaltig an die Tür
Natürlich wäre es übertrieben, Mbappé nach einem einzigen Spiel vom französischen Thron zu stoßen.
Sein Status und seine Karriere sprechen für sich.
Aber genau deshalb funktioniert der Vergleich.
Denn Olise beginnt, in jene Kategorie vorzudringen, in der Spiele nicht mehr nur gut gespielt, sondern entschieden werden.
Und für Bayern ist das vielleicht die schönste Nachricht dieses Länderspielabends.
Während Frankreich darüber diskutieren darf, wie groß Olises Rolle noch werden kann, kennt man in München die Antwort wahrscheinlich längst:
Sehr groß.
Die Kapitänsbinde musste Olise weitergeben.
Den Ball wollte er danach offenbar nicht mehr hergeben.
Und wenn er so weitermacht, könnte bald eine ganz andere Diskussion beginnen:
Wie lange dauert es noch, bis wir Michael Olise nicht mehr nur als Bayern-Star bezeichnen – sondern als einen der besten Spieler der Welt?