„Wir werden sie schon jagen!“ Bayern-Boss schickt klare Kampfansage an den BVB
Borussia Dortmund steht nach vier Bundesliga-Spieltagen an der Tabellenspitze – und der FC Bayern befindet sich ungewohnt in der Rolle des Verfolgers.
Für Nervosität sorgt das in München allerdings überhaupt nicht.
Beim traditionellen Wiesn-Besuch am Sonntag reagierte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen ausgesprochen gelassen auf die aktuelle Tabellenkonstellation. Gleichzeitig schickte er eine klare Botschaft in Richtung Dortmund: Bayern will den BVB jagen.
Dortmund vorne – Bayern bleibt entspannt
Der Rekordmeister hat aus den ersten vier Bundesliga-Partien zehn Punkte geholt.
Lediglich beim 0:0 auf Schalke ließ die Mannschaft von Vincent Kompany zwei Zähler liegen. Dortmund dagegen blieb bislang ohne Punktverlust und führt deshalb die Tabelle an.
Für Dreesen ist das allerdings kein Grund zur Sorge.
Im Gegenteil: Der Bayern-Boss findet die aktuelle Situation sogar reizvoll, weil sie für zusätzliche Spannung in der Bundesliga sorgt. Sinngemäß machte er deutlich, dass die Münchner völlig entspannt seien und Dortmund nun eben gejagt werde.
Bayern akzeptiert die Rolle des Jägers
Dass der FC Bayern nach vier Spieltagen nicht ganz oben steht, ist für die Verantwortlichen offenbar nur eine Momentaufnahme.
Dreesens Haltung ist klar: Die Saison ist lang, und die Münchner haben genug Zeit, die aktuelle Reihenfolge wieder zu verändern.
Dabei dürfte auch das Selbstvertrauen stimmen.
Bayern hat in den ersten vier Ligaspielen bereits 14 Tore erzielt und nur zwei Gegentreffer kassiert. Dazu kam zum Champions-League-Auftakt ein deutliches 5:0 gegen Bodø/Glimt.
Hainer schwärmt von Kompanys Fußball
Auch Präsident Herbert Hainer wollte der aktuellen Tabellenführung des BVB keine allzu große Bedeutung beimessen.
Für ihn ist derzeit vor allem entscheidend, wie Bayern Fußball spielt.
Hainer verwies auf die starke Torbilanz und die dominante Spielweise. Selbst beim torlosen Remis auf Schalke sei Bayern die überlegene Mannschaft gewesen.
Sein Fazit zum aktuellen Auftritt der Mannschaft fiel entsprechend euphorisch aus: Die Spiele seien begeisternd und „geil anzusehen“.
Das 7:0 gegen Union war die perfekte Antwort
Wie gefährlich diese Bayern-Mannschaft werden kann, zeigte erst das jüngste 7:0 gegen Union Berlin.
Michael Olise, Harry Kane, Jamal Musiala und Co. zerlegten die Berliner Offensive für Offensive und sendeten damit unmittelbar vor der Länderspielpause ein deutliches Signal.
Bayern wirkt spielerisch stabil, offensiv explosiv und hat trotz Platz zwei keinerlei Grund, in Panik zu verfallen.
Ganz im Gegenteil.
Die Rolle des Jägers könnte dieser Mannschaft sogar zusätzliche Motivation geben.
Bayern hat den BVB noch selbst in der Hand
Ein weiterer wichtiger Punkt: Die direkten Duelle mit Dortmund stehen noch aus.
Bereits vor dem Bundesliga-Start setzte sich Bayern im Supercup mit 2:1 gegen den BVB durch. Die Münchner wissen also, dass sie Dortmund auch direkt schlagen können.
Nach der Länderspielpause beginnt nun der nächste Abschnitt der Saison.
Und die Botschaft aus München könnte kaum deutlicher sein:
Dortmund darf die Tabellenführung genießen – Bayern hat die Jagd längst eröffnet.