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Analysen

DER ZOFF ESKALIERT KOMPLETT! Hamann: Wie soll Karl Rhythmus finden, wenn Danks ihn auf der Bank schmoren lässt?!

DER ZOFF ESKALIERT KOMPLETT! Hamann: Wie soll Karl Rhythmus finden, wenn Danks ihn auf der Bank schmoren lässt?!

DER ZOFF ESKALIERT KOMPLETT! Hamann: Wie soll Karl Rhythmus finden, wenn Danks ihn auf der Bank schmoren lässt?!

​Kaum brennt an der Säbener Straße der Baum, steht TV-Dauernörgler Didi Hamann schon wieder mit dem Benzinkanister an der Seitenlinie! Als ob der Rekordmeister nach dem 2:2-Krimi gegen Borussia Dortmund und dem Schock-Lazarett vor dem Champions-League-Fight bei Atlético Madrid nicht schon genug Sorgen hätte, schießt sich der Sky-Experte nun auf die Personalentscheidungen unseres Trainerstabs ein. Im Zentrum seiner Wutrede: Die Einwechslungspolitik von Interimscoach Aaron Danks und der Umgang mit unserem 18-jährigen Juwel Lennart Karl!

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​Hamann nimmt die Ereignisse aus der ersten Halbzeit des Klassikers als Aufhänger für eine Generalabrechnung. Innerhalb weniger Minuten brachen mit Ismael Saibari und Serge Gnabry gleich zwei etatmäßige Offensivkräfte verletzungsbedingt weg. Doch anstatt Karl direkt das Vertrauen auf dem Flügel zu schenken, zog Danks die taktische Notbremse und brachte Defensiv-Allrounder Josip Stanisic, um die 1:0-Führung abzusichern.

​Für Hamann ein absolutes No-Go! Vor laufender Kamera stellte der Ex-Profi die provokante Frage, die das Bayern-Umfeld nun hitzig spaltet: „Wie soll er denn in einen Rhythmus kommen oder Form bekommen, wenn sie ihn nicht spielen lassen?“

​Laut Hamann widersprechen sich die Bosse selbst: Wenn Max Eberl und Uli Hoeneß öffentlich anmahnen, dass Karl nach seiner schweren Verletzungspause ein sportliches Loch durchlebe, müsse man dem Jungen auch die Plattform geben, sich auf dem Rasen freizuschwimmen. Stattdessen saß Karl bis zur 89. Minute auf der Bank und durfte erst ran, als Michael Olise ebenfalls mit Knieproblemen humpelnd das Feld räumen musste. Dass Stanisic vor dem offensiven Mega-Talent eingewechselt wurde, nannte Hamann eine Entscheidung, die „die wenigsten verstanden haben“.

​Doch bei allem Experten-Getöse aus dem Fernsehstudio lohnt sich der Blick auf die Realität an der Seitenlinie. Aaron Danks vertritt Vincent Kompany in einer extremen Drucksituation. In einem hitzigen Klassiker, in dem Dortmund drückte und ein physisches Kampfspiel eröffnete, einen 18-jährigen Rekonvaleszenten in eine instabile Defensivordnung zu werfen, wäre taktisches Harakiri gewesen! Danks brauchte Kompaktheit und Zweikampfhärte.

​Dass Karl keineswegs abgeschrieben ist, bewies sein Mini-Einsatz in der Nachspielzeit: Mit einer bärenstarken Aktion zirkelte der Youngster den Ball an die Querlatte und hätte beinahe noch das 3:2 erzielt. Karl hat die Qualität, das weiß jeder im Verein.

​Die ständige mediale Einmischung von Experten und Beratern hilft dem Jungen jedoch kein Stück. Wegen der Ausfälle von Gnabry, Saibari, Musiala und Díaz wird Lennart Karl am Dienstag im Hexenkessel von Atlético Madrid ohnehin liefern müssen – ob von Beginn an oder von der Bank. Hamanns Vorwurf, die Verantwortlichen würden dem Talent „etwas Böses wollen“, ist billige Polemik. An der Säbener Straße wird kein Talent verheizt, sondern geformt – und genau das muss auch Didi Hamann endlich begreifen!

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