SAMMER-WUTREDE ZU KOMPANY! „Diese Anteilnahme ekelt mich an!“
Der dramatische Zusammenbruch von Vincent Kompany auf dem Vereinsgelände an der Säbener Straße hält den deutschen Fußball weiterhin in Atem. Während der 40-jährige Cheftrainer des Rekordmeisters das Krankenhausbett hütet und sich die Sportwelt mit Genesungswünschen überschlägt, platzt einem der profiliertesten Köpfe des deutschen Fußballs nun der Kragen:Matthias Sammer!
Der ehemalige Bayern-Sportvorstand und Europameister von 1996 meldete sich in der Sky-Sendung „Sammer & Basile – der Hagedorn-Talk“ zu Wort – und wählte Worte, die wie eine verbale Abrissbirne durch die Bundesliga krachten!
„Diese Anteilnahme ekelt mich ein Stück weit an!“
Statt in den allgemeinen Chor der Mitleidsbekundungen einzustimmen, prangerte der 59-Jährige die heuchlerische Doppelmoral der Branche schonungslos an:„Unsere Trainer sind auch nur Menschen. Und mein Gedanke war: Jetzt passiert eine Anteilnahme, die ekelt mich ein Stück weit an!“
Sammer stellte klar, woran sich sein Zorn entzündet: An der verlogenen Mentalität, Trainer erst bis zur totalen Erschöpfung durch die Manege zu treiben, um dann scheinheilig Mitleid zu heucheln, wenn der Körper streikt.
„Wie viele Menschen da draußen erleben aktuell Ähnliches mit einem Virus, mit einem Zusammenbruch, mit Krankheit, in der Hoffnung, dass das alles nichts Schlimmes ist? Aber bei uns herrscht die Erwartung: Der Trainer von Bayern München hat gefälligst immer gesund zu sein!“, wütete Sammer.
Sammer fordert Schutzwall für Kompany
Für den streitbaren Experten ist das Problem strukturell:„Wir arbeiten uns in der Öffentlichkeit viel zu sehr an Trainern ab und sind dann plötzlich maßlos echauffiert, dass da mal einer umkippt und es ihm nicht gut geht.“
Sammer sieht die Klub-Verantwortlichen in der Pflicht, Trainer aktiv vor dem eigenen Ehrgeiz und dem medialen Fleischwolf zu schützen:„Es ist an der Zeit, intern zu sagen: Wir müssen den Trainer in einer Konstellation, wie wir sie gerade haben, endlich besser schützen!“
Deutlicher kann man der Fußball-Welt den Spiegel nicht vorhalten: Hört auf mit den Krokodilstränen – und fangt an, die Trainer wie Menschen zu behandeln!
Mia san mia!