Fünf Offensivstars angeschlagen, und Dreesen sagt: Wir müssen nicht nachlegen! Mutig oder brandgefährlich für Bayerns Titelträume?
Fünf angeschlagene Offensivstars, ein Gegner wie Atlético vor der Tür, und der Bayern-Boss bleibt ruhig. Zu ruhig?
Das 2:2 gegen Borussia Dortmund hat nicht nur Punkte gekostet. Es hat die Verletztenliste des FC Bayern auf ein Ausmaß anwachsen lassen, das jedem Fan Sorgenfalten auf die Stirn treibt. Und trotzdem verkündet Vorstandschef Jan-Christian Dreesen nach dem Klassiker: Neue Spieler im Winter? Nicht zwingend.
Das Lazarett: Wer fehlt, wer wackelt
Schon vor dem BVB-Spiel war die Lage angespannt. Jetzt hat es noch mehr erwischt:
- Jamal Musiala: arbeitet weiter an seinem Comeback und ist im Aufbautraining.
- Luis Díaz: fällt noch mehrere Wochen aus.
- Ismael Saibari: verließ die Allianz Arena auf Krücken, eine längere Pause deutet sich an.
- Serge Gnabry: offenbar eine Muskelverletzung.
- Michael Olise: musste angeschlagen raus und humpelte aus dem Stadion.
Wie schwer die Verletzungen von Saibari, Gnabry und Olise tatsächlich sind, muss sich erst noch zeigen. Erst die Diagnosen werden Klarheit bringen.
Dreesen: Keine Panik, kein Transfer?
Die Frage drängt sich auf: Muss Bayern im Winter nachlegen? Dreesen sieht aktuell keinen Handlungsbedarf. Er glaube nicht, dass man nachlegen müsse, so der Vorstandschef. Sein Verweis:
„Man sollte sich da nicht zu verfrüht auf irgendetwas festlegen."
Mit „Lucho" meinte er Luis Díaz, der auf einem guten Weg sei. Und auch bei Musiala rechnet Dreesen mit einer zeitnahen Rückkehr. Die Bosse setzen also zunächst auf die Genesung ihrer Leistungsträger statt auf hektische Käufe.
Eine endgültige Absage an Wintertransfers ist das allerdings nicht. Dreesen ließ ausdrücklich offen, wie sich die Lage in den kommenden Wochen entwickeln könnte.
Die Rechnung, die Fans erschreckt
Hier wird es dramatisch. Sollten Saibari, Gnabry und Olise tatsächlich länger fehlen, wären von den sieben etablierten Offensivspielern nur noch Harry Kane und Lennart Karl einsatzbereit. Zwei von sieben.
Und das in einer Phase, in der der Kalender keine Gnade kennt. Noch vor der nächsten Länderspielpause warten Atlético Madrid in der Champions League und Mainz 05 in der Bundesliga. Für Interimstrainer Aaron Danks, der den weiterhin erkrankten Vincent Kompany vertritt, wird die Kaderplanung zur echten Herausforderung.
Und sportlich?
Die gute Nachricht: Bayern bleibt in dieser Saison wettbewerbsübergreifend ungeschlagen. Die weniger gute: Das 2:2 gegen den BVB hat gezeigt, dass es im Meisterschaftsrennen einen ernsthaften Konkurrenten gibt. Beide Teams stehen nach acht Spieltagen punktgleich an der Tabellenspitze.
Dreesen sieht das gelassen. Nach jetzigem Stand könne sich keiner beschweren, dass die Liga nicht spannend sei, das habe man wieder gesehen.
Mutig oder riskant?
Genau hier scheiden sich die Geister. Die einen sagen: Vertrauen in die eigenen Spieler, keine Panikkäufe, Ruhe bewahren. Die anderen fragen: Was, wenn die Diagnosen schlimmer ausfallen, als alle hoffen? Dann steht Bayern mitten in der heißen Phase mit einer ausgedünnten Offensive da, und die Konkurrenz aus Dortmund schläft nicht.
Die nächsten Tage entscheiden. Erst wenn die Ergebnisse der Untersuchungen vorliegen, lässt sich abschätzen, ob Dreesens Gelassenheit Bestand hat.
Jetzt seid ihr dran
- Hat Dreesen recht, oder braucht Bayern jetzt sofort Verstärkung?
- Reichen Kane und Karl, wenn die Verletzungen länger dauern?
- Welchen Spieler würdet ihr im Winter holen?
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